Auf Instagram tauchen nach dem Spiel schnell Videos der Mannschaft auf, wie sie ausgefallen feiern. Dies obwohl sie die Partie verloren haben und nicht den Meistertitel in die Höhe stemmen dürfen. Doch das ist auch völlig egal. Das junge Espen-Team hat diese Saison mit frischem, modernem und offensiv-ausgerichtetem Fussball die ganze Schweiz verzückt. Der gesamte Verein hat sich in ein neues Licht rücken können und gilt heute als verschworene Einheit, die im Meisterrennen mitspielen kann. Und wenn man sich überlegt, dass diese Leistung mit dem jüngsten Team der Liga, mit 12 Eigengewächsen im Team, vollbracht wurde, kann man sicherlich in eine rosige Zukunft blicken. Ob aus sportlicher Sicht, aber auch aus finanzieller (wenn man für einen Moment mal nicht an Corona denkt).

Wie viele von den 12 bleiben in St. Gallen

Die jungen Wilden der Espen haben sich nicht nur einen Namen in der Fussball-Schweiz gemacht, sie haben sich auch in eines der grössten Schaufenster des europäischen Fussballs gespielt und somit sicherlich auch international für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach einer solchen Leistung ist klar, dass es im Kader der Ostschweizer zu Umbrüchen kommen wird. Neben Cédric Itten, dessen Wechsel wohl heute noch verkündet wird (Gerüchten zu Folge nach Schottland zu den Glasgow Rangers ins Team von Steven Gerrard) und Ermedin Demirovic, der sich seinen Buben-Traum der Bundesliga erfüllen kann, wird es wohl auch bei den Eigengewächsen das eine oder andere Angebot geben. Jedoch läuft auch ein Vertrag aus. Dennoch sieht es so aus, als würden die meisten mindestens noch eine Saison bleiben.

Acht sind sicher im Kader nächste Saison

Leonidas Stergiou und Betim Fazliji sind so richtig in der Super League angekommen und sind zu Stammspieler in der Innenverteidiger herangewachsen. Die grossartigen Leistungen der beiden Eigengewächse haben sicherlich auch Begehrlichkeiten bei grösseren Teams ausgelöst. Dennoch haben die zwei Leistungsträger erst kürzlich ihre Verträge langfristig verlängert und werden wohl kaum einen Wechsel anstreben. hallochamps.ch schätzt den Verbleib von Stergiou und Fazliji beim FCSG auf 100%.

Gleiches gilt für den verletzten Boris Babic. Obwohl er einen Grossteil der Saison aufgrund der Kreuzband-Verletzung ausfiel, vermochte er davor mehr als nur zu überzeugen. Der Walenstädter avancierte zum Publikumsliebling und wird auch in Zukunft eine tragende Rolle im Zeidler-Team übernehmen. Auch er unterschrieb erst kürzlich einen neuen Kontrakt. hallochamps.ch schätzt den Verbleib von Babic beim FCSG auf 100%.

Dazu werden mit Sicherheit auch Armin Abaz, Nico Strübi, Tim Staubli und Alessandro Kräuchi auch ab Mitte September für Grün-Weiss die Fussballschuhe schnüren. Alle Vier besitzen noch ein Jahr Vertrag. Die Verträge der beiden Torhüter wurden um ein Jahr verlängert, sowie bei Kräuchi. Bei Staubli deuten die vielen Teileinsätze in der Meisterschaft auf einen Verbleib hin. hallochamps.ch schätzt den Verbleib von Abaz, Strübi, Staubli und Kräuchi beim FCSG auf 100%.

Auch bei Nicolas Lüchinger stehen die Zeichen auf Verbleib. Der Langzeit-Verletzte ist auf dem Weg in Richtung Comeback. Auch sein Arbeitspapier hat noch eine Mindestgültigkeit bis 2021. Als Identifikationsfigur hat er sicherlich einen wichtigen Einfluss im Team. hallochamps.ch schätzt den Verbleib von Lüchinger beim FCSG auf 90%.

Wechsel, Leihe oder Karrierenende

Anders könnten die Voraussetzungen bei Silvan Hefti sein. Schon länger und immer wieder kursieren Gerüchte rund um den Captain der Espen. Nach seinen 154 Super-League-Spielen für den FCSG, wäre es wohl der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel des 22-Jährigen in eine der fünf grossen Ligen von Europa. Ob konkrete Angebote für Hefti auf dem Pult von Alain Sutter liegen kann nur spekuliert werden. hallochamps.ch rechnet mit einer Wechselwahrscheinlichkeit von 50 %.

Auf Leihbasis könnten sich Solimando und Campos einem anderen Verein anschliessen. Die beiden Youngsters kommen unter Peter Zeidler auf sehr wenig Einsatzzeit und bräuchten darum dringen Spielpraxis auf Profi-Niveau. Ein Jahr in der Challenge League würde den beiden sicherlich einen Boost in ihrer Karriere geben. Bei beiden rechnet die Redaktion von hallochamps.ch mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von maximal 50%.

Wer jedoch mit grösster Wahrscheinlichkeit den Verein als Profifussballer verlassen wird und womöglich gar die Fussballschuhe an den Nagel hängt, ist Moreno Costanzo. Das Eigengewächs, welches sich in St. Gallen zum A-Nationalspieler entwickelte, könnte bereits in der Planung der Karriere nach der Karriere sein. hallochamps.ch rechnet mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 Prozent, dass Costanzo seine Profilaufbahn beendet. Eine gleich hohe Chance sieht die Redaktion in der Möglichkeit eines Wechsels in die Challenge League.