Sein fussballerischer Werdegang startete der Malanser beim FC Chur 97. Der Verein, mit welchem sein Vater einst noch in der Nationalliga B auflief. Doch nicht nur die Vergangenheit hat den jungen Bündner mit dem Verein verbunden. Sein Vater war sein erster Trainer bei seinem Stammverein. Sein Talent hat den Verteidiger jedoch schnell zum FCO geführt. Im Alter von zehn Jahren wechselt Mischa Beeli zum Team Südostschweiz, dem Bündner Stützpunkt von Future Champs Ostschweiz. Die grün-weisse Karriere hatte begonnen und führte ihn nur drei Jahre später schon ins FCO-Epizentrum, zur FCSG-Jugend. Auf Grund der grossen Distanz zwischen seinem Wohn- und Trainingsort, konnte der heute 16-Jährige in die FCSG-Akademie ziehen. «Es war am Anfang ungewohnt, doch für mich war es schnell normal. Meine Eltern haben mich anfänglich oft besucht, das hat auch geholfen. Heute fühlt es sich an der Akademie wie eine grosse Familie an», sagt der Innenverteidiger. Doch das Leben als Campusschüler und Akademiebewohner ist sehr stark durchgetaktet, damit die Ausbildung und der Fussball nebeneinander auf bestem Niveau geführt werden können. «Fussball ist mein Leben. Es ist auch alles auf den Fussball ausgelegt. Der FCSG bietet mir hierfür die optimalen Bedingungen», erklärt Beeli. Genau so wird es auch in Zukunft bleiben. Obwohl er die Aufnahmeprüfung für die Kantonsschule bestanden hat, schliesst er sich der United School of Sports in Winterthur an. Dazu sagt der Bündner im FCSG-Dress: «Die Kantonsschule ist nicht so sportfreundlich und mir ist es wichtig, dass ich alle Trainings besuchen kann. An der United School of Sports in Winterthur kann ich das KV mit Berufsmatura machen und muss fussballerisch nicht zurückfahren». 


Rückrundenstart nur mässig geglückt

Das Ziel von Mischa ist ganz klar Fussballprofi zu werden, wie von allen anderen FCSG-Junioren. Dennoch ist ihm die schulische und berufliche Ausbildung sehr wichtig. Falls es nicht ganz zur Profikarriere reichen sollte, könnte sich der Malanser vorstellen Lehrer zu werden – Sportlehrer versteht sich. Doch ab diesem Wochenende steht aber wieder ganz klar der Fussball im Fokus. Die Rückrunde ist gestartet. Und das nur mässig erfolgreich für die ambitionierte Mannschaft! Beeli wird sich bestimmt wieder zuerst den rechten Schuh angezogen haben - sein Ritual vor jedem Match. «Wenn man damit einmal begonnen hat und es war mit Erfolg gekrönt, macht man das immer weiter. Einen spezielleren Grund dafür gibt es nicht», erklärt Mischa Beeli. Leider blieb der Vollerfolg diesmal aus.

Wie es Mischa Beeli bereits vor dem Spiel voraussagte, war es ein aggressiv geführtes Match. «Die Spiele gegen Westschweizer Fussballclubs sind meist sehr hitzig, so war es auch gegen Servette in der Vorrunde. Ich nehme an, dass es morgen auch so sein wird», sagte er. Und er sollte recht behalten. Es kam zu diversen gelben Karten und nach einer Rudelbildung sogar zu einer roten Karte gegen Servette. Diese Karte leitete die Aufholjagt der Nachwuchsespen ein. Denn die Genfer führten bis weit in die zweite Halbzeit mit einem Zwei-Tore-Vorsprung. Crescenti und Cicek brachten mit ihren Toren die St. Galler zurück ins Spiel. Für einen Vollerfolg reichte es am Schluss nicht mehr. Den Leaderthron können die Ostschweizer dennoch behalten.

Wie Mischa Beeli das Meisterschaftsspiel vor dem Anpfiff einschätzte, seht ihr im Video.

 
Ein Blick in die Zukunft mit Mischa Beeli.