Er war 18 Jahre jung und unterschrieb bereits seinen ersten Profivertrag als Fussballer. Das Ziel schien erreicht. Doch die Debut-Saison 10/11 von Tunahan Cicek erwies sich im Laufe der Zeit, zu einer Misere aus Sicht der Ostschweizer. Die ganzen 36 Meisterschaftsrunden kämpften die Espen darum, sich aus dem Tabellenkeller hinauszuarbeiten - vergeblich. Der FC St.Gallen musste am Ende der Saison den Gang in die Challenge League antreten. Cicek kam in der Abstiegssaison zu vier Kurzeinsätzen in der ersten Hälfte der Meisterschaft.

Aus der Challenge League in die Türkei

In der darauffolgenden Challange-League-Saison galt der sofortige Wiederaufstieg als Ziel und „Muss“. Das Soll wurde vom Team erfüllt. Für den FCSG eine erfolgreiche Saison, für Cicek wiederum ein Rückschlag - er kam nur zu zwei Kurzeinsätzen. Beim Traditionsklub aus der Ostschweiz war seine Reise nach einer weiteren Spielzeit in der U21 vorbei. Es folgten sechs Monate ohne Verein, bevor seine Karriere erst richtig anzufangen vermochte. Beim FC Winterthur schaffte er es, sich im Team als feste Grösse zu etablieren und konnte seine Qualitäten zum Vorschein bringen. Zwei Saisons hintereinander stand er als Teamstütze immer auf der Schützenwiese im Einsatz. Danach folgte das Auslandabenteuer wovon viele Fussballer träumen. Für Cicek ging es nach Boluspor in die Türkei. Ein Verein mit Ambitionen aus der damals dritthöchsten türkischen Liga.

Kurzes Comeback in der Super League

Leider wurde der Auslandtraum zum Auslandalbtraum und zu einer schwierigen Phase in der Karriere von Cicek. Nach nur sechs Monaten verliess der ehemalige FCO-Junior die Türkei wieder in Richtung Schweiz – ohne Verein. Doch beim FC Schaffhausen öffnete sich schnell die nächste Türe in der Karriere des talentierten Offensivspielers und diese packte er eindrucksvoll. Für die Munotstädter traf der Stürmer in 34 Partien 21 Mal und spielte sich auf die Zettel mehrerer Sportchefs. Mit seinem Engagement bei Neuchâtel Xamax war Cicek zurück in der Super League. Leider nur kurz. Sein Weg führte nach nur einer halben Saison zurück in die Challenge League zum FC Schaffhausen und dann zu seinem heutigen Verein dem FC Vaduz.

 
Tunahan Cicek beantwortet die Fragen von hallochamps.ch