Alessandro Kräuchi

Es ist bereits die dritte Saison von Alessandro Kräuchi im Profikader vom FC St. Gallen 1879. Auf seiner angestammten Position im linken Mittelfeld, ist derzeit Victor Ruiz gesetzt. Auch während der der letzten zwei ausgetragenen Meisterschaftsspielen, in denen der Spanier gesperrt aussetzen musste, kam Kräuchi nicht zum Einsatz. Er kam in der Super League diese Saison lediglich zu 24 Einsatzminuten und in den gesamten drei Jahren auf insgesamt 239 Minuten auf dem Spielfeld. Es gelang ihm dabei eine Vorlage. Sein im Sommer auslaufender Vertrag, gepaart mit der eher mageren Statistik, weist nicht auf einen Verbleib von Alessandro Kräuchi beim FCSG hin.

Angelo Campos

Der 20-jährige Mittelstürmer kam in der Super League noch nicht an. Auch in der zweiten Saison unter Peter Zeidler kommt der Bündner nur auf 55 Spielminuten und wartet noch immer auf sein erstes Tor. Im Cup hingegen konnte er sein erstes Profitor in einem Ernstkampf bereits erzielen. In der ersten Runde, beim 4:1- Auswärtssieg der Espen gegen den FC Monthey, reihte sich Campos in die Torschützenliste ein. Der portugiesisch-stämmige Ostschweizer hat noch einen Vertrag bis im Sommer 2022. Die Wahrscheinlichkeit steigt jedoch, dass eine Ausleihe eine Option sein könnte. Mit Itten, Babic, Demirovic und Guillemenot ist die Konkurrenz im Sturm riesig.

Betim Fazliji

Mister 100-Prozent in Person. Der FCSG ist mit ihm auf dem Platz nicht zu schlagen. Er stand in seiner Debutsaison bereits 14 Mal (821 Spielminuten) auf dem Feld. Dabei konnten die Espen 13 Mal gewinnen und trennten sich ein Mal mit einem Unentschieden gegen YB. Doch dem nicht genug, Fazliji hat schon zwei Super-League-Tore auf dem Konto. Er trifft gerne gegen die Grossen der Liga – gegen Basel und YB. Man darf sich derzeit so sicher sein, wie es im Fussball nur geht, dass Betim Fazliji auch nächste Saison noch im grün-weissen Trikot aufläuft. Sein Vertrag endet im Sommer 2021. Also in einem Jahr. Vielleicht steckt Alain Sutter bereits in Verhandlungen mit dem Eigengewächs. Man weiss es nicht, hofft es jedoch. Sollte Jordi Quintillà die Espen eines Tages verlassen, ist sicherlich Fazliji in der Poleposition für die Stammformation von Zeidler.

Boris Babic

Ein Kämpfer auf dem Feld, wie es die FCSG-Fans lieben. Unermüdlich und mit unbändigem Willen rennt er das Spielfeld hoch und runter. Er hat diese Saison seinen Knoten definitiv öffnen können und ist in der Super League so richtig angekommen. Mit sieben Toren auf dem Konto, gehört er zu den besten Skorern des Teams. Am Mittwoch wurde bekannt, dass der Walenstädter für weitere drei Jahre bei den Espen unterschrieben hat. Derzeit fehlt er aufgrund der im Februar zugezogenen Kreuzband-Verletzung. Mit ihm ist jedoch spätestens in der neuen Saison wieder zu rechnen.

Fabio Solimando

Wer sich mit dem FCSG nicht näher auseinandersetzt, wird Fabio Solimando wohl kaum kennen. Zusammen mit Tim Staubli erhielt der schweizerisch-italienische Doppelbürger letzten Sommer einen Profivertrag von Alain Sutter. Auf dem Feld hat man den talentierten Fussballer mit der ersten Mannschaft noch nicht gesehen, ausser im Training. In der Super League durfte er noch nicht mitwirken und kommt deshalb in der U21 zum Einsatz. Sein Vertrag läuft noch ein Jahr. Auch bei ihm ist eine Leihe vorstellbar, um ihm Spielpraxis zu ermöglichen.

Leonidas Stergiou

Der 18-jährige Abwehrchef der Espen. Er ist nicht mehr wegzudenken aus der Innenverteidigung von Peter Zeidler. Der pfeilschnelle Stergiou vermochte direkt zu überzeugen und hatte keine Mühe, sich an die Verhältnisse der Super League zu gewöhnen. Der talentierte Fussballer hat bereits den dritthöchsten Marktwert im Team und wird sicherlich auf dem einen oder anderen Notizblock grosser europäischer Teams stehen. Auch sein Vertrag läuft nur noch bis 2021. Es ist zu hoffen, dass Stergiou bereits in Verhandlung über einen neuen langfristigen Vertrag mit den Espen ist. Ihn einfach so ziehen zu lassen wäre aus sportlicher und finanzieller Sicht mehr als Schade.

Moreno Costanzo

Das älteste Eigengewächs beim FC St.Gallen 1879. Moreno Costanzo steht vor komplett anderen Entscheidungen, als die anderen Spieler in dieser Liste. Im Alter von 32 Jahren steht er vor dem Ende seiner Profilaufbahn. Sein Vertrag mit dem FCSG endet diesen Sommer. Ob der Vertrag nun genau am 30. Juni endet oder wegen Corona noch einige Tage länger dauert, ist noch nicht bekannt. Auch fehlen noch Informationen, ob Costanzo seine Schuhe an den Nagel hängen wird oder noch ein, zwei Jahre weitermacht. Die Verantwortlichen beim FCSG unterstreichen immer wieder seine Wichtigkeit im Kader. Eher selten bei Ernstkämpfen, dafür im Training und der Kabine. Wie es mit dem ehemaligen Nationalspieler weitergeht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Nicolas Lüchinger

Er ist von Verletzungen geplagt. Seit seiner Rückkehr vom FC Sion leidet der rechte Verteidiger unentwegt an Verletzungen. Langwierige Patellasehnenprobleme, Schlüsselbeinbruch und Arthoskopie, sind Einträge in seiner Verletzungsakte beim FCSG. Noch hat der Rheintaler bis im Sommer 2021 einen gültigen Vertrag. Ob die Espen danach weiter auf ihn setzen, ist unklar. Zum jetzigen Zeitpunkt hat er bereits 50 Super-League-Spiele seit September 2017 verletzungsbeding verpasst. Dennoch kann «Lüchi» auf eine breite Fanbase in der Ostschweiz zählen. Der charmante Rheintaler ist immer für einen Spass zu haben, was natürlich beim Anhang des Vereins gut ankommt. Wir sind gespannt.

Nico Strübi

Er ist der dritte Goali im Team von Peter Zeidler. Vor ihm in der Goali-Hierarchie stehen Lawrence Ati Zigi und Jonathan Klinsmann. Mit seiner schweren Trainingsverletzung fiel er fast die ganze Saison aus. Eine schwierige Situation für ihn, da sein Vertrag diesen Sommer ausläuft und hinter ihm die Nachwuchstorhüter bereits in Lauerstellung warten. Allen voran Armin Abaz. Strübi konnte genesen nach der Corona-Pause wieder ins Training einsteigen. Weil jedoch in der momentanen Situation mit Informationen rund um den Profifussball zurückgehalten wird, die Vereine auch vor einer ungewissen Situation stehen und man allgemein noch nicht weiss, wo der Weg der Super League hinführt, ist es eine verzwickte Situation für alle Beteiligten. Wie die Karriere von Goali-Strübi weitergeht, bleibt abzuwarten.

Silvan Hefti

Er ist Captain und Identifikationsfigur des Vereins. Er repräsentiert den FCSG mit Leib und Seele. Der bullige Aussenverteidiger ist auf seiner rechten Seite in der Defensive ein Bollwerk und offensiv ein Gefahrenherd. Der 22-Jährige hat bereits 144 Super-League-Spiele absolviert und glänzt dabei mit drei Toren und acht Vorlagen. Kein Wunder, dass einige Klubs aus grösseren Ligen immer wieder ein Interesse an ihm bekunden. Ob er noch lange in der Ostschweiz gehalten werden kann, ist eher unwahrscheinlich. Vielleicht steht der Sprung ins Ausland bald schon vor der Tür. Wenn er sein Vertrag beim FCSG nicht verlängern sollte, so wäre die kommende Transferperiode wohl am geeignetsten. Denn nächsten Sommer läuft auch sein Vertrag aus. Es wäre für den FCSG sicherlich schade, wenn Hefti den Verein verlassen sollte. Es wäre dem Espen-Captain aber sicherlich auch zu gönnen.

Tim Staubli

Ein Perspektivspieler, der vor dem Corona-Unterbruch immer näher ans Team heranrückte. Zu Beginn der Saison spielte Tim Staubli meist mit der U21. Doch seit dem 17 Spieltag war er stets im Aufgebot von Trainer Zeidler zu finden. Am letzten gespielten Meisterschaftsspiel gegen die Berner Young Boys, kam er gar auf 54 Spielminuten und zeigte eine ansprechende Leistung. Er ist sicherlich auch ein Versprechen für die Zukunft und wird aufgrund der letzten Zeit wohl noch etwas länger bei den Espen bleiben. Auch wenn sein Vertrag nur noch etwa ein Jahr anhält.