Gianluca Tolino und Yuri Klein:

Die Golie-Diskussion beim FC Wil scheint noch sehr offen zu sein. Derzeit befinden sich vier Torhüter im Kader der ersten Mannschaft. Mit Klein und Tolino zwei aus dem eigenen Nachwuchs und dazu kommen Zivko Kostadinovic sowie Anthony Mossi, die etwas mehr Erfahrung mitbringen. Obwohl man sich beim FC Wil im Winter für einen Abgang von Kostadinovic ausgesprochen und im Einklang mit diesem Entscheid Anthony Mossi ins Bergholz transferiert hat, scheint ein Verbleib heute wieder durchaus denkbar. Wer zum Handkuss in der Stammformation kommen wird, ist derzeit schwierig zu beurteilen. Die Chancen für die Eigengewächse vom FCO stehen ebenso gut wie die der beiden anderen. Die Vorteile unter den Youngstern könnten dennoch bei Yuri Klein liegen. Dies auf Grund seiner Zugehörigkeit bei der Schweizer U19-Nationalmannschaft.

Lars Traber:

Der gelernte Innenverteidiger kommt diese Saison lediglich auf 75 Spielminuten, die er über vier Meisterschaftsspiele sammeln durfte. Lediglich einmal Stand der 19-Jährige in der Stammformation und das ausgerechnet gegen den FC Lausanne-Sport, den klaren Leader der Challenge League – Resultat 2:2. Dennoch gehört Traber meist zum Aufgebot von Trainer Ciriaco Sforza. Sein Vertrag mit dem FC Wil läuft noch zwei Jahre. Durchaus möglich, dass sich das Eigengewächs in dieser Zeit zum Stammspieler entwickeln könnte. Derzeit hat er noch Luft nach oben.

Jan Wörnhard:

Bis jetzt ist der 19-Jährige noch nicht gross in Erscheinung getreten. Lediglich zwei Mal stand er im Aufgebot der ersten Mannschaft. Dabei kam er im Oktober zu seinem Profi-Debut in der Challenge League. Gegen den Schweizer Rekordmeister, die Grasshoppers aus Zürich , schickte Sforza ihn für 15 Minuten aufs Spielfeld. Danach fiel er mit einer Schulterverletzung lange aus. Während der zwei letzten Partien stand Wörnhard nicht im Kader und hat somit seit dem Oktober 2019 keine Spielpraxis mehr sammeln können. Sein Vertrag mit dem FC Wil hat eine Gültigkeit bis zum Ende der kommenden Saison. Es ist anzunehmen, dass das Eigengewächs vorerst in der zweiten Mannschaft der Äbtestädter zum Einsatz kommen wird. Ob er den Wilern noch über die Laufzeit seines Vertrages aus erhalten bleibt, hängt von seiner Entwicklung in der nächsten Saison ab.

Ajet Sejdija:

Er ist ein Talent für die Zukunft. Genau aus diesem Grund hat man dem jungen Spieler aus dem FCO-Nachwuchs auch mit einem Profivertrag ausgestattet. Bereits im Sommer 2018 stiess Sejdija von der U21 vom FCSG zum FC Wil. Die erste Saison im Stadion Bergholz war für den pfeilschnellen Flügelspieler erfolgreicher als die zweite. Während der ersten Spielzeit kam er auf fünf Teileinsätze in der Challenge League. Während der laufenden Saison noch auf keinen und stand dazu auch nur einmal im Aufgebot der ersten Mannschaft. Dennoch ist man in Wil von Sejdijas Qualitäten überzeugt. Er könnte durchaus eine Option für die erste Mannschaft werden. Dennoch muss er sich in der kommenden Spielzeit beweisen, denn auch sein Kontrakt läuft nur noch ein Jahr. In der U20 vom FC Wil hat er bereits seine Torgefährlichkeit demonstriert. In 12 Partien traf er fünf Mal.

Philipp Muntwiler:

Der unangefochtene Captain und Teamleader der ersten Wiler Mannschaft. Im Alter von 33 Jahren steht er sicherlich im goldenen Herbst seiner Karriere. Dennoch ist er eine sehr wichtige und grosse Teamstütze der Sforza-11. Seiner Schnelligkeit wird oftmals kritisiert, doch diese macht er mit Leidenschaft und Kampfgeist wieder wett. Mit Sicherheit wird er auch in der nächsten Saison noch eine tragende Rolle beim FC Wil einnehmen. Im Sommer 2021 läuft auch sein Vertrag mit den Äbtestädtern aus. Auf Grund der Wichtigkeit von Muntwiler, gehen wir davon aus, dass der Captain auch nach der nächsten Spielzeit noch für den FC Wil aufläuft und somit sein Vertrag nochmals verlängert wird. Dies natürlich nur, wenn es sein Körper zulässt.

Argtim Ismaili:

Ismaili stiess im Winter von der U20 in die erste Mannschaft. Der 21-Jährige hat sicherlich seine Chance im Team von Trainer Sforza verdient. Dass er sich in der Challenge League beweisen kann, wird sicherlich auch noch kommen. Während den gespielten vier Meisterschaftsspielen der Rückrunde stand er zwei Mal im Aufgebot, kam jedoch noch nicht zum Einsatz. Dennoch zeigt er sein Potenzial in den Testspielen und Trainings und könnte durchaus eine Option für die Zukunft sein.

Julian Von Moos:

Die Leihgabe vom FC Basel ist ein grosses Versprechen für die Zukunft. Der schnelle Angreifer hat sich direkt nach seiner Ankunft in Wil in die Stammformation gespielt. Er blieb noch ohne Torerfolg, doch seine Qualität hat er bereits aufblitzen lassen können. Von Moos hat sicherlich das Potenzial sich in der Challenge League zu festigen und sich danach noch höheren Aufgaben anzunehmen. Sein persönliches Ziel ist es, in fünf Jahren in der Bundesliga aufzulaufen. Ein ambitioniertes Ziel, das ihm jedoch auch zuzutrauen wäre. In der nächsten Saison trägt er auf jeden Fall nochmals die Wiler Trikotfarben. Danach endet das Leihgeschäft mit den Baslern.

Serkan Izmirlioglu:

Mit Serkan Izmirlioglu verkündete der FC Wil bereits einen Transfer für die kommende Saison. Das ehemalige FCO-Talent verbrachte die letzte Spielzeit beim SC Brühl. Der Innenverteidiger gehörte ganz klar zu den Stammkräften der Kronen. Über die Nachwuchsabteilung vom FC Frauenfeld, kam er in die U21 vom FC St.Gallen und ging dann weiter zum SC Brühl. Beim FC Wil unterschreibt der 21-Jährige seinen ersten Profivertrag.