Und wer schafft nun die Barrage-Qualifikation? FC-Wil-Präsident Maurice Weber sagt: «Mit jenem Glück, dass die Vaduzer beim späten 2:1-Sieg gegen uns hatten, tippe ich auf die Liechtensteiner. Sie haben einen Lauf und sind routinierter.» Der FC Wil könnte heute Abend das Zünglein an der Waage spielen. Denn die Äbtestädter treffen auf den Aufstiegsaspiranten im heutigen Nachtragsspiel auf die Grasshoppers aus Zürich.

Der Wiler Vereinspräsident hat sich in dieser Phase der Saison auch mit anderen Themen zu beschäftigen. In erster Linie geht es darum, ein schlagkräftiges Team für die nächste Saison zusammenzustellen. Viel ist bereits passiert im Hintergrund. «Die meisten unserer Spieler wissen, wie es weitergeht», sagt Weber. Mit Julian von Moos, der vom FC Basel ausgeliehen ist, hat sich ein ehemaliges FCO-Nachwuchstalent ins Rampenlicht gespielt, da er regelmässig selber trifft oder Tore vorbereitet. «Julian von Moos würden wir gerne behalten. Er hat aber Ambitionen für die Super League», sagt Weber. Laut Recherchen hat auch der FC St. Gallen die Fühler nach von Moos ausgestreckt - und auch nach Fabian Rohner.

Beide Transfers würden wohl kostspielig werden

Julian von Moos ist erst 19-Jahre alt spielt jedoch beim FC Wil routiniert auf. Mit seinem Spiel, lauffreudig, zweikampfstark, gepaart mit einem Ausgezeichneten Torriecher, könnte der junge Ostschweizer genau ins Konzept der Espen passen.

Da die FCSG-Offensive mit dem wahrscheinlichen Abgang von Ermedin Demirovic wohl an Substanz verlieren könnte, wäre der ehemalige FCSG-Nachwuchsspieler eine spannende Option, auch wenn sie schwer zu realisieren scheint. Denn von Moos ist noch vertraglich bis 2021 an den FC Basel gebunden und die «Bebbi» werden dem Youngster, der die Saison auf Leihbasis beim FC Wil fertig spielt, ein ordentliches Preisschild umhängen. Auch schon aus dem Grund, weil die Basler vor rund wohl zwei Jahren über eine Million Franken für den Stürmer an GC überwiesen haben.

Dennoch wäre mit Julian von Moos ein weiterer Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Team von Peter Zeidler. Obwohl er nicht die ganze Jugend bei Future Champs Ostschweiz durchlaufen hat, machte er seine ersten Schritte im Juniorenleistungsfussball im grün-weissen Dress.

Auch die zweite spannende Persönlichkeit, die sich wohl zum Objekt der Begierde von Alain Sutter gespielt hat, dürfte nicht günstig zu erwerben sein. Denn auch der rechte Aussenverteidiger Fabian Rohner ist nur auf Leihbasis und bis Ende der laufenden Saison beim FC Wil. Bei seinem Stammklub, dem FC Zürich, hat Rohner noch bis im Sommer 2021 einen gültigen Vertrag. Somit wäre auch für den talentierten Verteidiger eine Ablösesumme zu bezahlen. Dennoch scheint ein Transfer in diesem Falle nicht ausgeschlossen, falls Silvan Hefti die Espen im Sommer Richtung einer europäischen Top-5-Liga verlassen sollte.