Die Saison war für den Verein und seine Anhänger grandios. Im Vorfeld der Saison hat niemand damit gerechnet, dass die Espen um den Titel mitspielen und den FC Basel hinter sich lassen. Mit ein Grund für diesen Erfolg ist die gute Arbeit im Nachwuchsbereich. Gleich 12 Spieler aus dem eigenen Nachwuchs standen im Team der Ostschweizer und halfen mit, dass die ganze Region bis zum vorletzten Spiel an den Meistertitel glauben konnten.

Silvan Hefti – Der Anführer

Er ist nicht nur der Captain des Teams, Silvan Hefti ist eine Identifikationsfigur auf dem Platz. Er entwickelte sich vom Talent zum Leader und gilt als grosses Vorbild in der Region. Der ruhige Goldacher peitscht sein Team auf dem Rasen nach vorne. Mit der eigenen aufopfernden Leistung machte er es den anderen Spielern gleich selbst vor wie es geht.

Leonidas Stergiou – Der kurze Abwehrhüne

Einer Körpergrösse von 1.80 Meter ist er nicht der klassische Innenverteidiger. Oftmals überragen ihn seine Gegenspieler in der Höhe, doch das macht Stergiou mit seinem hervorragenden Stellungsspiel und seiner Schnelligkeit locker wieder wett. Der Wattwiler zeigte eine unglaublich starke Saison und verpasste keine Minute nach dem Re-Start. Im Bereich Fitness macht ihm demnach auch keiner was vor.

Betim Fazliji – Der Unbesiegbare

Beinahe wäre es die perfekte Saison für Betim Fazliji geworden. Erst im 22. Spiel, in dem der Rheintaler eingesetzt wurde, mussten sich die Espen geschlagen geben. Davor gab es 18 Siege und drei Unentschieden. Zum Schluss weist Fazliji eine Bilanz von 20 Siegen, drei Unentschieden und drei Niederlagen auf. Von einer solchen Debut-Saison kann jeder Spieler wohl nur träumen. Er ist definitiv ein grosses Versprechen für die Zukunft.

Boris Babic – Der Krieger

Der Stürmer verkörpert genau das, was sich das St. Galler Publikum wünscht. Er rennt sich die Seele aus dem Leib, kämpft um jeden Ball und kann auf die Zähne beissen. Er beisst sogar gegen den FC Luzern noch eine Weile auf die Zähne, als das Kreuzband bereits gerissen war. Der Offensivakteur und Publikumsliebling wird auf die neue Saison hin zurückerwartet und seine Rolle im Team wird nach dem Abgang von Itten und Demirovic noch eine gewichtigere werden.

Alessandro Kräuchi – Der Rapper

Auch er schreibt nationale Schlagzeilen. Diese haben jedoch nicht wirklich viel mit Fussball zu tun. Mit einem Motivations-Rap über sein Team landete er einen Volltreffer. Er rappte sich sozusagen in aller Munde. Fussballerisch gelang dem 22-Jährigen der Durchbruch noch nicht. Jedoch zeigt seine Einsatzzeit eine positive Entwicklung. Als Back-Up für den Dauerbrenner und Captain Silvan Hefti ist seine Rolle jedoch mit wenig Spielzeit verknüpft.

Tim Staubli – Der Aufstrebende

Frisch aus der U21 gekommen und doch schon 13 Einsätze in der Super League. Tim Staubli hat sich mit seinen unbekümmerten und angstfreien Auftritten im Team von Zeidler eingefügt. Der polyvalent einsatzfähige Mittelfeldakteur bekommt von Trainerteam die Chance sich langsam an das Niveau zu gewöhnen, um in naher Zukunft eine grössere Rolle im Team übernehmen zu können.

Fabio Solimando – Der Wartende

Seinen Namen hört man immer wieder im Verein. Im Stadion konnte man den talentierten Nachwuchsfussballer bis anhin jedoch noch nicht sehen. Auch er stiess letzten Sommer zur ersten Mannschaft und vermochte in Trainingsspielen meist mit seiner feinen Technik zu überzeugen. Die Konkurrenz im Team scheint derzeit noch zu gross zu sein. Dennoch wird Fabio Solimando mit Sicherheit in der kommenden Spielzeit auf seine Einsätze als Profifussballer kommen.

Angelo Campos – Die Sturmhoffnung

Die Konkurrenz in der Offensive war enorm. Mit Itten, Demirovic, Guillemenot, Babic, Ribeiro, Gonzalez und Bakayoko standen ihm gleich sieben Spieler vor der Sonne. Dennoch kam der 20-jährige Stürmer auf acht Kurzeinsätze und erzielte im Cup gegen den FC Monthey seinen ersten Pflichtspieltreffer für die Espen.

Nicolas Lüchinger – Der Verletzte

Auch er ist einer der Lieblinge der Fans. Bei Lüchinger merkt man ständig, dass sein Herz für den FCSG schlägt. Die vergangene Saison war jedoch wiederum eine zum vergessen für den 25-jährigen Verteidiger. Der Rheintaler hat mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen und kommt auf keinen einzigen Einsatz auf dem Fussballplatz. Mittlerweile befindet er sich wieder im Mannschaftstraining und steht kurz vor seinem Comeback.

Nico Strübi – Der Geduldige

Einen Trainingsunfall beendet die Saison des jungen Torwarts frühzeitig. Doch der grossgewachsene Goalie findet sich schnell mit seinem Schicksal ab und akzeptiert die Situation. Sein vorbildliches Verhalten und die Trainingsleistungen des St. Gallers nach seiner Genesung, haben ihm einen neuen Vertrag beim Vizemeister beschert. Mit dem Ausscheiden von Jonathan Klinsmann, steigen seine Chancen auf Einsätze in der kommenden Saison massiv.

Moreno Costanzo – Der Erfahrene

Es war seine letzte Saison als Profi. Nach einer langen Karriere im Schweizer Profifussball beendet Costanzo seine Karriere. Seine Rolle letzte Saison war vorwiegend neben dem Platz. Er galt als Vorbild im Team, der die jungen Spieler auf dem Boden hielt. Leider gab es für den 32-Jährigen kein wirkliches Abschiedsspiel, da der erfahrend Fussballprofi auch zuletzt an einer Verletzung laborierte.

Armin Abaz – Der Jüngling

Abaz ist das Kücken im Team des FCSG. Vom Alter her und von der Team-Zugehörigkeit her. Armin Abaz stiess auf Grund der Verletzungen von Klinsmann und Strübi ins Team von Peter Zeidler. Und da blieb er auch gleich. Auch er unterschreibt kürzlich einen Kontrakt über ein Jahr.