Nach einer 2:0-Führung, müssen sich die Äbtestädter mit einem Unentschieden begnügen. Gegen deren Lieblingsgegner der Saison, den FC Winterthur, liessen die Wiler erstmals Punkte liegen in der laufenden Meisterschaft.

Die TV-Zuschauer waren wohl mehr erstaunt, als ein gewisser Oliver Mayer nach der Pause für den FC Wil auflief, als dass die Wiler für einmal nicht drei Punkte aus dem Spiel gegen Winterthur mitnahmen. Ein mehrheitlich unbekannter Name – Oliver Mayer.

Eine Wechsel-Odyssee im Junioren-Alter

Oliver Mayer stammt aus dem FCO-Nachwuchs, hatte jedoch den einen oder anderer Abstecher zu anderen Vereinen. Der talentierte Mittelfeldspieler startete seine fussballerische Laufbahn beim FC Uzwil. Im Jahr 2011 wagte der gebürtige Uzwiler den Schritt in den Nachwuchsbereich des FCSG. Dies war jedoch nur ein kurzes Unterfangen. Nach nur sieben Monaten schloss er sich dem FC Tobel an und verabschiedete sich erstmals aus dem Nachwuchsleistungsfussball. Gut zwei Jahre vergingen, ehe er sich wieder dem FCO-Gebilde erneut anschloss. Diesmal jedoch dem FC Wil.

In Wil blieb der heute 19-Jährige für drei Jahre. Es schien zu passen. Dennoch kam es 2016 zur Trennung. Der Mayer schloss sich seinem Jugendverein dem FC Uzwil an. Noch letzten Sommer spielte der linke Mittelfeldspieler beim FC Uzwil in der 2. Liga Interregio. Wenn er auch in der Zwischenzeit einen Abstecher zurück zur zweiten Mannschaft des FC Wil und in die Jugend zum FC Winterthur wagte.

Post inside
Ein couragierter Auftritt des Neo-Challenge-League-Spielers.


Challenge-League-Debüt

Hätte man Mayer vor einem Jahr gefragt, ob er sich in absehbarer Zeit bei einem Profiteam im Matchkader und bei einem Pflichtspiel auf dem Feld sieht, hätte er wohl abgewunken. Dennoch kam es gestern dazu.

Oliver Mayer gab sein Debut in der Challenge League gegen den FC Winterthur. Erst im vergangenen Sommer 2019 wechselte der Uzwiler erneut zurück in die zweite Mannschaft der Wiler und spielte dort in der 2. Liga Interregio. Mit einem couragierten Auftritt konnte sich der gestrige Debütant für weitere Aufgaben im Profikader von Trainer Ciriaco Sforza empfehlen. Beinahe wäre er noch zum Matchwinner mutiert, konnte das Leder jedoch nicht kontrolliert genug aufs Tor bringen.

Mayers Karriere nahm einen etwas ungewohnten Weg in den Schweizer Profifussball. Dennoch ist sein Weg ein gutes Beispiel dafür, dass auch gewisse Rückschläge kein Ende bedeuten und auch Umwege ans Ziel führen können.

 
Oliver Mayer im Interview nach seinem Debut.