Silvan Hefti

Der junge Captain der Espen nahm wie gewohnt, seinen Platz als rechter Aussenverteidiger direkt zu Beginn der Partie in der Stamm-Elf ein. Jedoch war der Arbeitstag von Hefti bereits nach elf Spielminuten bereits wieder vorbei. Nach einer einstudierten Eckballvariante, zwickt es dem Goldacher im unteren Rücken bei der Abgabe eines Weitschusses. Hefti versucht auf die Zähne zu beissen, musste jedoch wenige Minuten später das Spielfeld verlassen. Was der 22-Jährige für eine Verletzung davon getragen hat und wie gravierend sie ist, wurde noch nicht kommuniziert. Dennoch stand das St. Galler Eigengewächs schnell wieder auf der Tribüne und schaute dem Tuen auf dem Rasen zu. Es bleibt zu hoffen, dass er die Espen am kommenden Samstag auf den Platz führen kann.

Leonidas Stergiou

Wie gewohnt agierte Leonidas Stergiou beinahe fehlerfrei und war seinen Gegenspielern immer einen Schritt voraus, ob nur im Kopf oder auch mit den Beinen. Der schnelle Innenverteidiger gewann so ziemlich jeden Zweikampf und machte den Anschein, bereit für den Re-Start der Super League zu sein. Ihm ist der knapp dreimonatige Unterbruch überhaupt nicht anzumerken. Spielerisch immer noch auf dem gleich hohen Level wie vorher und körperlich sogar weiter.

Betim Fazliji

Wiederum ersetzte Fazliji den verletzten Yannis Letard und machte seine Sache sehr gut. Unaufgeregt und mit viel Übersicht und Selbstvertrauen füllte er die Position aus. Entschied sich meist richtig und überzeugte mit guten Spielauslösungen, statt mit Klärungsversuchen. Bim Treffer der Aarauer war Fazliji nicht ganz unschuldig. Zu früh öffnet er den Aarauern mit einer vorwärts Bewegung den Raum. Doch im Zwei gegen Einen, kann man dem 21-Jährigen dabei keinen grossen Vorwurf machen. Alles in allem eine überzeugende Leistung des Rheintalers. Nach ca. 60 Minuten wurde durch den Brasilianer Fabiano Alves ersetzt.

Alessandro Kräuchi

Mit dem frühen Ausfall von Silvan Hefti wurde der Arbeitstag von Kräuchi um einiges länger. Der gelernte linke Mittelfeldspieler übernahm, wie bereits im Testspiel gegen den FC Schaffhausen, die Position in der rechten Verteidigung. Der kürzlich 22 Jahre alt gewordenen Fussballer, nahm die Chance auf mehr Spielzeit sicherlich gerne an, da sein Vertrag mit den Espen nach dieser Saison ausläuft und man nicht weiss, ob es für das Eigengewächs im Verein noch weiter geht. Die Leistung war alles in allem gut. Auch Offensiv konnte sich Kräuchi immer wieder miteinschalten.

Tim Staubli

In der 55. Minute übernahm Tim Staubli die Position von Victor Ruiz ein. Sehr bemüht und aussässig zeigte sich der einstige Nachwuchsspieler der St. Galler. Seine ganz grossen Momente fehlten noch. Auch Staubli scheute sich vor keinem Zweikampf, spielte mit viel Leidenschaft und sichtlich grossem Willen. Dennoch fehlen noch Aktionen, die er in Torgefahr ummünzen kann. So wurde er beispielsweise in der 59. Minute im 16-Meter-Raum relativ freistehen angespielt, konnte aus der doch sehr erfolgsversprechenden Situation nicht Kapital schlagen. Zu lange ging die Ballverarbeitung. Dennoch sind die Ansätze mehr als nur vorhanden. In den kommenden Wochen, mit dem strengen Programm, wird Staubli auf jeden Fall zu einer wichtigen Figur im Kader werden.

Fabio Solimando

Noch kam Solimando in keinem Ernstkampf zum Einsatz. Das könnte sich nach den beiden gespielten Tests und der grossen körperlichen Belastung in den kommenden Wochen noch ändern. Solimando kam für die letzten 20 Minuten aufs Spielfeld und ersetzte Lukas Görtler im linken Mittelfeld. Er wirkte sehr schnell, technisch auf hohem Niveau und ruhig. Einige schöne Zweikämpfe konnte sich der 18-Jährige zuschreiben lassen und auch für Torgefahr sorgte er, mit einem satten Schuss aus der Distanz.

Angelo Campos

Noch bringt der junge Bündner nicht die gleiche körperliche Präsenz und Torgefahr wie die Stamm-Stürmer von Peter Zeidler auf den Platz. Doch dass auch er Tore schiessen kann hat er nun bewiesen. Endlich netzt Angelo Campos wieder für Grün-Weiss ein. Ein Erfolgserlebnis, das dem Stürmer kurz vor dem Re-Start sicherlich gut tut. Campos kann eine Vorlage von Ribeiro abschliessen.

Auch er wird in den kommenden Wochen, sicherlich auf Einsatzzeit kommen, denn mit Boris Babic und Lorenzo Gonzalez fehlen gleich zwei Stürmer mit Kreuzbandriss.

Daniels Ontuzans

Im zweiten Testspiel kommt nun der 20-jährige Lette zum Einsatz. In der 76. Spielminute ersetzte er Jordi Quintillà. Kurz vor dem Lockdown schloss er sich der U21 der Espen an, um sich bis im Sommer für die erste Mannschaft empfehlen zu können. Nach dem langen Unterbruch wurde ihm somit am Samstag diese Chance gegeben. Dass Ontuzans eine sehr gute fussballerische Ausbildung geniessen durfte, sah man dem technisch versierten Offensivakteur an. Einige schöne Tricks zeigte der ehemalige Junior vom FC Bayern München. Leicht zu verspielt in manchen Aktionen, aber dennoch ohne Furcht und spürbare Nervosität, war es ein gelungenes Debut in der ersten Mannschaft.

Aleksandar Mladenovic

Wenige Tage nach dem Debut durfte der Bündner aus dem eigenen Nachwuchs bereits ein zweites Mal ran. In der Schlussphase kam der U21-Stürmer aufs Feld. Wiederum spannend zu sehen, dass der erst 18-jährige Angreifer körperlich auf dem Level seiner älteren Mitspieler ist. Aktionen um sich zu zeigen hatte er in diesem Spiel leider wenige. Dennoch zeigte er eine engagierte und gute Leistung. Ob er den Profivertrag erhält, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Verletzte Spieler: Moreno Costanzo, Boris Babic, Nicolas Lüchinger

Nicht im Aufgebot: Nico Strübi, Armin Abaz