Form FC Thun

Im Vergleich zum Herbst hat sich der FC Thun nicht erst seit der Wiederaufnahme der Super League stark verbessert. Über die Winterpause lagen die Berner Oberländer mit 5 Punkten Rückstand auf Xamax am Tabellenende. Zum Rückrundenstart Ende Januar gab es einen 2:1-Sieg gegen Sion - es war der erste Heimsieg der Saison.

Inzwischen stehen die Thuner bei 5 Heimsiegen, Lugano wurde in der Stockhorn-Arena noch vor dem Lockdown bezwungen, seit dem "Neustart" wurden der Reihe nach YB (1:0), der FCZ (3:2) und zuletzt Xamax (3:0) geschlagen. Der Vorsprung auf die Neuenburger beträgt nun 5 Punkte.

Zum sichersten Wert im Angriff hat sich Ridge Munsy entwickelt, der Ende Juni auch im kybunpark traf. Der letzte Woche 31 Jahre alt gewordene Stürmer eröffnete gegen Xamax das Skore, ehe Grégory Karlen in seinem 93. Super-League erstmals Doppeltorschütze wurde.

Form FCSG gegen FC Thun

Zuletzt trafen die Espen am 28. Juni im kybunpark auf Thun. Nach furioserer 1. Halbzeit mit Toren von Silvan Hefti (8.), Cedric Itten (13.) und Jordi Quintillà (42.) kamen die Thuner nach der Pause besser ins Spiel. Nach Munsys Treffer waren die St. Galler auch ein-, zweimal aufs Glück angewiesen, ehe Simone Rapp in der 92. Minute zum 3:2-Endstand traf.

In der Stockhorn-Arena siegte das Team von Peter Zeidler am 8. Dezember 2019 4:1. Boris Babic traf schon nach 3 Minuten und eine halbe Stunde später erneut. In der 67. Minute versenkte Cedric Itten eine Flanke von Silvan Hefti mit dem Kopf zum 3:0. Und auf Thuns späten Treffer durch Dennis Salanovic folgte in der Nachspielzeit Jérémy Guillemenots zweiter Saisontreffer. Den ersten hat der Genfer ebenfalls gegen Thun erzielt, beim 4:0 am 28. September 2019.

In bisher 15 Spielen in der Stockhorn-Arena ist die Ostschweizer Bilanz ausgeglichen: 6 Siege - 3 Unentschieden - 6 Niederlagen. Letztmals verlor der FCSG am 1. Dezember 2018 im Berner Oberland. Die 5 weiteren Niederlagen fingen die Espen hintereinander ein, zwischen dem 17. Mai 2013 und dem 4. April 2015.

FCO-Profis auf dem Feld

Heute kommt es auf der Thuner Stockhorn Arena zum Familien-Duell. Der FCSG-Captain Silvan Hefti trifft auf seinen jüngeren Bruder Nias, der auch die Nachwuchsmannschaften der Espen durchlaufen hat. Nias Hefti hat in der vergangenen Super-League-Runde sein erstes Tor in der höchsten Schweizer Spielklasse erzielt. Nach dem Re-Start lauft es dem noch jüngeren Hefti sehr gut und kommt auf immer mehr Spielzeit bei den abstiegsgefährdeten Thunern.

Auf der Seite der St. Galler werden neben Silvan Hefti wohl wie gewohnt Leonidas Stergiou und Betim Fazliji das Innenverteidiger-Duo bilden. Da Ermedin Demirovic von seiner Sperre zurückkehrt, wird wohl Angelo Campos seinen Platz im Matchaufgebot von Peter Zeidler verloren haben und Kräuchi und Staubli werden als Back-Up vorerst auf der Bank Platz nehmen.

Auch auf der Seite des FC Thun gibt es noch ein weiteres spannendes FCO-Talent. Mit Basil Stillhart spielt ein ehemaliger Nachwuchsspieler vom FC Wil 1900 im Kader der Thuner. Stillhart hat einen grossen Anteil am Aufschwung des FC Thun und ist nicht nur dafür zuständig, dass die Berner Oberländer keine Tore bekommen, sondern auch dass sein Team Tore erzielt. Seine öffnenden Pässe gehören zu den ganz grossen Stärken der Thuner.

Mit Magnus Breitenmoser steht ein drittes FCO-Talent in den Reihen des FC Thun. Somit besteht die Chance, dass heute neun Spieler aus dem FCO-Nachwuchs in der Thuner Stockhorn Arena auf den Platz kommen. (pd/red)