Heute ist es endlich soweit. Die Espen greifen wieder ins Geschehen der Super League ein. Es stehen noch 13 Spiele an und das in relativ kurzer Zeit. Während sechs Wochen sollen diese Spiele über die Bühne gehen, denn spätestens am zweiten August soll die Saison beendet werden.

Die Espen starten heute gegen den FC Sion mit einem Auswärtsspiel im Tourbillon. Die Sittener waren wohl am präsentesten in den Medien während dem Unterbruch, was jedoch meist mit negativen Meldungen im Zusammenhang stand.

FC Sion: Kaderumstrukturierung und Trainerwechsel

Rund um den FC Sion gab es während der Coronavirus-Pause reichlich Turbulenzen. Nach der Entlassung von neun Spielern zu Beginn der Krise, wurde die wichtigste Veränderung anfangs Juni vollzogen. Zwei Tage nach der Rückkehr ins Mannschaftstraining wurde mit Paolo Tramezzani ein neuer Trainer verpflichtet - der sich im Wallis bestens auskennt.

Der Italiener wurde bereits 2017 nach Sion geholt. Zuvor hatte er mit dem FC Lugano beeindruckt und die Tessiner auf Platz 3 geführt. Und auch wenn sich der FC Sion gut drei Monate nach Saisonbeginn wieder von "Trame" trennte, blieb der Trainer mit Präsident Christian Constantin in Kontakt.

Nachdem mit Xavier Kouassi und Johan Djourou zwei Spieler Sion in Richtung Xamax verlassen haben und die beiden aus Neuenburg geholten Gaëtan Karlen und Geoffrey Serey Die noch nicht wieder spielberechtigt sind, hat Tramezzani seine Equipe mit vier Spielern aus der U21 aufgefrischt. Nebst Arian Kabashi (23) und Alexandre Nsakala (20) haben mit Mauro Rodrigues (18) und Sandro Theler (19) auch zwei junge Oberwalliser Aussichten auf erste Einsätze in der Super League.

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Der FCSG ist in den letzten fünf Spielen gegen Sion ungeschlagen geblieben. Zuletzt gab es am 2. November 2019 einen 3:0-Heimsieg. Die Tore durch Jordi Quintillà (56.), Ermedin Demirovic (61.) und Silvan Hefti (73.) fielen innerhalb von 17 Minuten.

Das erste Duell der Saison gewannen die Espen am 25. September auswärts 2:1 und beendeten eine Sion-Erfolgsserie von 5 Spielen ohne Verlustpunkte. Was zeigt, dass bei den Walliser mehr Substanz steckt, als es der Tabellenplatz vermuten liesse. Demirovic schoss den FCSG damals vor der Pause in Führung, Lukas Görtler erhöhte in der 62. Minute auf 2:0. Und auch wenn Seydou Doumbia gut eine Viertelstunde vor Schluss verkürzte, mussten die Ostschweizer an dem Mittwochabend nicht allzu sehr um den Sieg bangen.

Die Bilanz der Espen in 15 Auswärtsspielen gegen den FC Sion seit dem Wiederaufstieg 2012 ist ausgeglichen: 6 Siege - 3 Remis - 6 Niederlagen.

Das Spiel hätte ursprünglich am 29. Februar stattfinden sollen. Es wäre nach 1948 und 2004 erst das dritte Pflichtspiel für die Espen an einem "Schalttag" gewesen. (pd/red)