Form FC Luzern

Der FC Luzern hat am vergangenen Sonntag gegen Lugano Moral bewiesen. Wie schon vier Tage zuvor in Genf lag er zur Pause 0:2 zurück. Kurz nach Wiederanpfiff stand es gar 0:3, die Zentralschweizer riskierten, erstmals unter Fabio Celestini zwei Spiele hintereinander zu verlieren. In der Pause aber wechselte der Trainer Pascal Schürpf für den angeschlagenen Blessing Eleke ein. Und der Joker brachte der Mannschaft neues Leben.

Innerhalb gut einer Viertelstunde schoss der FCL 3 Tore, zweimal traf Schürpf, dazwischen verwandelte Francesco Margiotta einen Foulpenalty. Es war für Margiotta der 11. Saisontreffer, 8 davon hat er in der Rückrunde erzielt. Es ist auffällig, wie sich der Stürmer unter dem in der Winterpause geholten Celestini gesteigert hat. Unter demselben Trainer kam Margiotta vor vier Jahren zu Lausanne-Sport, zweimal war er zweitbester Torschütze für die Waadtländer.

Form FCSG gegen FCL

Zuletzt unterlagen die Espen den Luzernern am 16. Februar auswärts mit 0:1. Torschütze war Margiotta in der 30. Minute per Foulpenalty.

Besser lief es am 1. Dezember 2019, als es gleich drei Elfmeter gab. Vor der Pause schoss auf diese Weise zuerst Jordi Quintillà den FCSG in Führung (41.), ehe Pascal Schürpf noch vor dem Pausenpfiff ausglich. In der 67. Minute brachte Boris Babic den FC St.Gallen auf Zuspiel von Cedric Itten wieder auf die Siegerstrasse. In der Schlussphase verwertete Quintillà seinen zweiten Penalty und leitete später das Tor zum 4:1-Endstand durch Ermedin Demirovic ein.

Der Saisonstart hingegen misslang, späte Tore von Eleke Blessing (87., Penalty) und von Christian Schneuwly (95.) sorgten am 20. Juli für eine ernüchternde 0:2-Heimniederlage. Es war gegen Luzern die zehnte Niederlage en suite.

In der Rückrundentabelle sind beide Teams punktgleich an der Spitze. Seit Ende Januar holten der FC Luzern wie auch die Espen 24 Punkte, wobei der heutige Gast in diesem Zeitraum die bessere Tordifferenz aufweist. Seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 19. Juni konnten die Ostschweizer aus 7 Spielen 14, Luzern 11 Punkte geholt.

FCO-Profis im Einsatz

Nach seiner Gelb-Sperre wird Captain Silvan Hefti zurück in die Startformation kommen. Mit frischen Kräften und ausgeruhten Muskeln, was im Endspurt der Saison sicherlich wichtig sein könnte. Im Gegenzug wird Alessandro Kräuchi, der gegen Servette eine gute Partie zeigte, den Posten des rechten Aussenverteidigers wieder räumen müssen.

Anzunehmen ist auch, dass sowohl Leonidas Stergiou und Betim Fazliji das Innenverteidiger-Duo bilden. Die herausragende Leistung im letzten Ernstkampf in Genf unterstreicht das. Langsam aber sicher zeichnet sich ab, dass sich nun auch der Rheintaler Fazliji langfristig in die Stamm-Elf von Peter Zeidler spielen konnte.

Durch die Rot-Sperre von Ermedin Demirovic rückt eventuell Angelo Campos ins Aufgebot der Espen nach. Der junge Bündner kam seit dem Re-Start der Super League auf keine einzige Spielminute, wurde jedoch des Öfteren von Trainer Zeidler öffentlich für seine Leistungen im Training und neben dem Platz gelobt. Gut möglich, dass seine Wartezeit nun ein Ende findet, auch wenn er wohl nicht direkt in der Start-Elf auflaufen wird. Vor ihm in der Hierarchie stehen noch André Ribeiro und Axel Bakayoko.

Wiederum werden wohl Tim Staubli und Alessandro Kräuchi im Aufgebot für den heutigen Abend stehen, auch wenn sie vorerst auf der Bank Platz nehmen müssen. Somit könnte es sein, dass heute sechs Eigengewächse im kybunpark auf dem Platz stehen.