Der FC Zürich ist mit einer 2:3-Niederlage gegen die Young Boys in den dritten Teil der Meisterschaft gestartet. Es war eine unglückliche Niederlage, nachdem die Zürcher zumindest vor der Pause viele gute Szenen hatten. Und doch durfte Trainer Ludovic Magnin auch positive Aspekte herausheben. Nicht nur, weil seine Mannschaft sich vom Resultat her verbesserte: Zuvor wurden die Zürcher in dieser Saison von YB dreimal mit 0:4 abgefertigt.

Form FCZ

Schon kurz nach Anpfiff hatte der FCZ eine erste Chance und deutete damit an, dass er die Partie mutig und mit Offensivgeist bestreiten wird. Aiyegun Tosin gelang schliesslich der Führungstreffer, und nach dem unglücklich kassierten Ausgleich brachte Benjamin Kololli sein Team mit einem direkt verwandelten Freistoss wieder in Führung.

Kololli war überhaupt einer der auffälligsten bei den Zürchern. Einig sind sich die Anhänger des Letzigrund-Clubs, dass der Auftritt in Bern mit Abstand besser war als alles, was sie in den fünf Spielen vor der Coronavirus-Pause gesehen haben. In der Schlussphase hatte Debütant Stephan Seiler (19) gar noch den Ausgleich auf dem Fuss.

Form FCSG gegen den FCZ

Zuletzt setzte sich der FCZ am 14. Dezember 2019 im kybunpark mit 3:1 durch. Jordi Quintillà verwandelte in der 28. Minute den nach einem Foul an Silvan Hefti fälligen Penalty zum 1:1. Noch vor der Pause durfte auch Antonio Marchesano vom Penaltypunkt antreten und brachte die Gäste wieder in Führung, zum Endstand traf Aiyegun Tosin in der 74. Minute. Das erste Goal fiel schon nach 3 Minuten durch Marco Schönbächler.

Eine Niederlage gab es auch am 14. August im Letzigrund. Auch hier trafen Antonio Marchesano (40.) und Jordi Quintillà (43.) vor der Pause. In der 56. Minute musste Miro Muheim nach der zweiten Verwarnung vom Platz, eine Viertelstunde später kam Mimoun Mahi nach schöner Vorarbeit von Toni Domgjoni zum 2:1-Siegtreffer.

Letzte Saison hingegen blieb der FCSG in vier Duellen gegen den FCZ ungeschlagen. Auswärts gab es am 12. August 2018 ein 0:0 und am 25. Mai 2019 ein 1:1 (Tore von Jérémy Guillemenot und Salim Khelifi). Ein Resultat, das für beide das Verpassen der Europacup-Plätze bedeutete.

Zuhause konnten die Espen in der Saison 2018/19 beide Matches gewinnen. Am 6. Februar war Simone Rapp bei seinem Debüt in Grün-Weiss Doppeltorschütze, Majeed Ashimeru sowie Stephan Odey für die Zürcher sorgten für ein 3:1. Zuvor gab es am 28. Oktober ein 3:2 mit Toren von Vincent Sierro (41.), Ashimeru (51.) und Tranquillo Barnetta (86). Für die Gäste trafen damals Benjamin Kololli (68.) und Stephan Odey (94.).

FCO-Spieler im Einsatz

Wer heute mit Sicherheit auf dem Rasen erwartet werden kann, sind Silvan Hefti und Leonidas Stergiou. Die beiden Eigengewächse sind nicht nur unangefochtene Stammspieler unter Peter Zeidler, sie sind auch Leader und Verantwortungsträger auf dem Platz. Silvan Hefti als Team-Captain und Leonidas Stergiou als Chef der Innenverteidigung.

Heute fehlen wird der Espen-Punktegarant und Allrounder Betim Fazliji. Durch die gelbe Karte im Spiel gegen den FC Sion, wird der junge Rheintaler heute auf der Tribüne Platz nehmen müssen.

Einsatzzeit werden vermutlich Tim Staubli, Angelo Campos und Alessandro Kräuchi kommen. Die hohe Belastung im Endspurt der Saison binnen sechs Wochen, kann für die Eigengewächse als grosse Chance gesehen werden. Viele von ihnen werden aufgrund der Belastungssteuerung auf mehr Einsatzminuten kommen als vor Corona.(pd/red)