Form Xamax:

Am Samstag musste Xamax einen achtminütigen Alptraum über sich ergehen lassen. Die Mannschaft von Joël Magnin verteidigte sich gegen die Young Boys über eine halbe Stunde lang erfolgreich. Und kassierte dann zwischen der 37. Minute und dem Pausenpfiff gleich vier Gegentore. In der 2. Halbzeit betrieben die Rouge et Noir einigermassen erfolgreich Schadensbegrenzung, am Ende stand es trotzdem 0:6 aus Sicht der Gäste.

Wichtig für Xamax war auf jeden Fall, dass es zum Auftakt im Direktduell gegen Thun zum ersten Sieg kam. Die Neuenburger verloren nach dem Ausgleich durch Ridge Munsy in der 75. Minuten nicht zu sehr die Ruhe. In der 86. Minute wurde Thibaut Corbaz im Sechzehner gefoult - den fälligen Penalty verwandelte Raphaël Nuzzolo zum 2:1.

Ein Trumpf im Abstiegskampf könnte für Xamax ein neu verpflichtetes Trio sein. Die Verträge des früheren Nati-Verteidigers Johan Djourou und von Xavier Kouassi wurden bei Sion aufgelöst. Dazu der Stürmer Diafra Sakho, der seit Anfang Jahr vertragslos war und deshalb ebenfalls sofort spielberechtigt war. Er soll den Gaëtan Karlen ersetzen, der von Sion abgeworben wurde. Sakho hat auch schon für West Ham United und zuletzt für Stade Rennais in Frankreich gespielt und die Erfahrung von 11 Länderspielen für den Senegal. Bei der WM in Russland kam er zu einem Kurzeinsatz.

Form FCSG gegen Xamax:

Anfang August gab es für die Espen in der Maladière ein 1:1. Victor Ruiz traf in der 33. Minute im Anschluss an einen Eckball per Weitschuss zur Führung, Raphaël Nuzzolo glich kurz nach Wiederanpfiff aus.

Fünf verschiedene Torschützen sorgten am 24. November für ein 4:1 im kybunpark: Yannis Letard und Cedric Itten trafen vor der Pause. Nach Andre Neitzkes Anschlusstreffer in der 52. Minute erhöhten Boris Babic und Ermedin Demirovic zum komfortablen Sieg.

In der Vorsaison - der ersten nach Xamax' Rückkehr in die Raiffeisen Super League - konnten wir alle vier Duelle gewinnen. Auswärts gab es am 2. September 2018 ein 3:2. Charles-André Doudin schoss die Gastgeber früh in Führung, und nachdem zwei Treffer von Jordi Quintillà und Cedric Itten für die Wende sorgten, konnte Raphaël Nuzzolo vom Penaltypunkt ausgleichen. Schliesslich war Dereck Kutesa der Siegtreffer vergönnt.

Am 6. April 2019 war ein Tor von Kutesa in Neuchâtel der einzige Treffer des Abends. Dies bedeutete damals den ersten Sieg seit einem 3:0 zuhause gegen das gleiche Xamax. Dazwischen gab es in vier Spielen nur einen Punkt.

FCO-Spieler im Einsatz:

Im Kader der Neuenburger gibt es keinen Spieler der in der Ostschweiz ausgebildet wurde. Es gibt lediglich einen, der eine sehr lange Zeit für Grün-Weiss auflief. Mit Yannis Tafer spielt ein langjähriger Espe nun in den Reihen vom heutigen Gegner. Dennoch wird es nicht zum Wiedersehen kommen. Tafer fehlt derzeit verletzt.

Bei den Espen werden die üblichen FCO-Profis zum Einsatz kommen. Stergiou und Hefti werden wohl mit Sicherheit in der Start-Elf stehen. Dazu wird wahrscheinlich Glücks-Betim (Betim Fazliji) neben Stergiou auflaufen. Der einzige, der wohl wieder Platz machen muss, ist Tim Staubli. Denn nach Victor Ruiz kehrt nach seiner Gelb-Sperre zurück.

Von der Bank aus kommen womöglich noch Kräuchi, Campos und Staubli zum Einsatz. (pd/red)