«Bei Future Champs Ostschweiz sprechen wir nicht von Sponsoren, sondern Förderern», sagt Manuela Hartmann. Dies hat einen einfachen Grund. Beim klassischen Sponsoring erhält der Kunde als Gegenleistung meist Visibilität. Dass heisst die Marke oder das Produkt wird über die Vereinskanäle dem Publikum nähergebracht. «Unsere Förderer helfen mit, dass die Nachwuchstalente im FCO-Konstrukt wachsen dürfen. Durch sie erhalten 800 Junioren/innen die Chance, sich fussballerisch, menschlich und schulisch zu entwickeln», erklärt die Sponsoring Leiterin. Die derzeitig 53 Unternehmen übernehmen demnach eine soziale Verantwortung gegenüber der Ostschweiz. Aus der Sicht von Manuela Hartmann ist es eine Investition in die Zukunft.

Doch nur die wenigsten FCO-Junioren/innen schaffen den Sprung in den Profisport – eins bis zwei Talente pro Saison. Die Restlichen fassen wieder in der Privatwirtschaft Fuss und kehren als gut ausgebildete Jugendliche in die Privatwirtschaft zurück. Dazu erklärt Hartmann: «Teamspirit, Disziplin und Motivation sind bei diesen Arbeitskräften garantiert, da sie diese Voraussetzungen aus dem Leistungssport mitbringen.»

Die Nachwuchsarbeit darf den Profisport nicht beeinträchtigen

Manuela Hartmann ist als Sponsoring Leiterin mitverantwortlich dafür, dass der Fussballnachwuchs die bestmögliche Ausbildung auf und neben dem Platz erhält und dass der FCO-Betrieb finanziert werden kann. Ein wichtiger Grundsatz dabei ist: Die Profiabteilung darf finanziell nicht unter den FCO-Bestrebungen leiden. Insgesamt kostet Future Champs Ostschweiz jährlich 3.5 Millionen Franken. Davon werden rund 40 Prozent über die verschiedenen Fussballverbände gedeckt. Die übrigen Prozente muss Hartmann über die Förderer generieren. «Es ist eine Herausforderung, die noch nicht besonders bekannte Marke FCO in der Region zu verankern», sagt die Sponsoring Leiterin. Dass es jedoch funktioniert, zeigen die langjährigen Partnerschaften zwischen dem FCO und seinen Förderern.

 
Manuela Hartmann über ihre Tätigkeit beim FCO.