Er hat gezeigt, was Talente aus dem FCO-Nachwuchs alles erreichen können. Moreno Costanzo durchlief die Juniorenabteilungen beim FCSG und kam am 14. Mai 2006 zu seinem Debut in der ersten Mannschaft. Der damals 18-Jährige musste sich jedoch noch einige Zeit gedulden, bis sein Stern in der Ostschweiz aufging. Knapp zwei Jahre lang spielte er noch hauptsächlich für die U21.

Im Jahr 2008, als für die St. Galler in der Challenge League die Mission Wiederaufstieg begonnen hatte, war Moreno Costanzo ein fester Bestandteil des Teams - und wie! Das Eigengewächs schoss sich mit sechs Treffern in den ersten sechs Spielen nicht nur in die Start-Elf, sondern auch in die Herzen der Fans. Mit insgesamt 14 Saison-Treffern hatte er einen grossen Anteil am direkten Wiederaufstieg des FCSG.

Von der Challenge League in die Nationalmannschaft

Seine Top-Form und den Torriecher nahm er auch in die darauf folgende Super-League-Saison mit. Wiederum traf der Wattwiler 14 Mal und schoss sich somit auf den Notizzettel anderer Vereine und auf den von Ottmar Hitzfeld, dem Schweizer Nationaltrainer. Der talentierte Offensivspieler wechselte nach Bern zu YB und lief noch im selben Jahr im A-Nationalteam auf. Gleich mit seiner ersten Ballberührung im Nati-Dress, versenkte er den Ball in den Maschen und sicherte der Schweizer Nati somit den 1:0-Sieg gegen das österreichische Team. Insgesamt durfte Moreno Costanzo sieben Mal sein Land auf dem Fussballplatz repräsentieren. Leider jedoch an keinem Grossturnier.

Über Aarau, Vaduz und Thun zurück nach St. Gallen

Für YB machte der Ostschweizer seine meisten Super-League-Spiele. Insgesamt trug er das gelb-schwarze Trikot 166 Mal. Dennoch wusste er stets wo seine Wurzeln sind und für welchen Verein sein Herz schlug – St. Gallen. Nach fünf Jahren verliess Costanzo die Hauptstadt in Richtung FC Aarau per Leihe. Ganz wohl schien sich das FCO-Eigengewächs dort nicht zu fühlen und verliess die Aargauer bereits nach einem Jahr wieder. Erneut per Leihe, jedoch in die Nähe seiner Heimat, wechselte der sympathische Offensivakteur zum FC Vaduz. Im Ländle fand Costanzo zu seiner Torgefahr zurück, was auch der FC St.Gallen zu spüren bekam. Sieben Mal spielte Costanzo im Dress der Liechtensteiner gegen seinen Ausbildungsverein und traf dabei sechs Mal.

Mit dem FC Thun folgte seine vorletzte Profistation. Eine unglückliche Zeit für ihn aus sportlicher Sicht. Im Training reisst sich der Ostschweizer das Kreuzband und fiel einen grossen Teil seiner Zeit im Berner Oberland verletzungsbedingt aus.

Im Jahr 2019 schloss sich der Kreis seiner Karriere. Das Ausnahmetalent aus dem vereinseigenen Nachwuchs kehrte zurück zum FCSG. Leider ist Costanzo in der letzten Saison immer wieder von Verletzungen ausgebremst geworden und konnte sich somit nicht mehr gross in Szene setzen. Dennoch wird er den Fans immer in bester Erinnerung bleiben, als grossartiger FCSG-Spieler, der stets alles im grün-weissen Trikot gegeben hat.