Man kann sagen, dass alle drei Van der Werff-Brüder talentierte Fussballer sind. Und alle waren einmal Teil des FCO. Jedoch trägt heute nur noch einer das grün-weisse Trikot. Es ist der jüngste der Drei: Florian Van der Werff. Sein ältester Bruder Sebastiaan hat den Schritt in den Profifussball nicht geschafft. Nach der U21 des FCSG schloss er sich dem SC Brühl an und später dem FC Gossau. Dort spielt er heute noch. Doch der Mittlere im Bruder-Trio hat sich bereits mehrfach in den nationalen aber auch internationalen Fokus gespielt – gerade derzeit wieder. Jasper Van der Werff liess sich im Sommer 2018 im Alter von 19 Jahren nach nur wenigen Profispielen im Dress des FC St.Gallen 1879 zu Salzburg transferieren. Dort hat er sich seine Zukunft jedoch sicherlich anders vorgestellt. Mehrheitlich lief er für die zweite Mannschaft der «Bullen» auf – den FC Liefering aus der zweithöchsten Liga in Österreich. Diese Woche wurde vermeldet, dass sich Jasper auf Leihbasis dem FC Basel anschliesst.

Mit 16 bereits Captain der U18

Sollte Jasper Van der Werff länger als bis im Sommer beim FC Basel bleiben, könnte es irgendwann zum Bruderduell in der Super League kommen. Denn Florian, der jüngste im Bunde der Van der Werffs, steht seinem gut vier Jahre älteren Bruder in nichts nach. Als U17-Nationalspieler der Schweiz und U18-Talent des FCSG misst er sich tagtäglich mit den besten Fussballern seiner Altersklasse. Der holländisch-schweizerische Doppelbürger ist bereits Captain der U18-Espen – einer von drei Captains. «Seit der U11 war ich eigentlich immer Captain. Es ist ein super Gefühl, eine Mannschaft anzuführen und Verantwortung zu übernehmen», sagt der 16-Jährige.

 
Florian Van der Werff über den Transfer seines Bruders zum FC Basel 

Doch ohne Rückschläge verlief auch seine junge Karriere nicht. Bereits zwei Mal brach er sich das Schienbein in einem Spiel. «Aufgrund dieser zwei Verletzungen bekam ich eine Platte eingesetzt, um den Knochen zu stabilisieren. Diese wurde vor kurzem entfernt. Darum falle ich derzeit noch aus. Aber jetzt ist der Knochen so stabil wie noch nie», sagt Van der Werff. Auch wegen seiner Verletzungen und weil er sich bewusst ist, dass nur sehr wenige den Schritt zum Profi schaffen, besucht er die Kantonsschule in Trogen. «Man weiss nie, ob man einen Plan-B braucht», führt der angehende Maturand aus.

Mathematik als Schwerpunktfach

«Ich hatte eigentlich gar keine andere Wahl, als Mathematik zu meinen Schwerpunktfach an der Kantonsschule zu wählen. Denn es gibt nur Sprachen oder Mathe und ich hatte kein Latein. Somit fielen die Sprachen automatisch weg. Doch es passt auch so. Für den 4er reichts auf alle Fälle», sagt das FCSG-Talent lachend.

Man merkt dem Nachwuchsfussballer aber an, dass er ein ganz klares Ziel verfolgt – Fussballprofi. «Ich bin sehr zielstrebig und weiss, was ich will. Ich mache alles dafür, dass ich mich fussballerisch immer weiterentwickle. Ich freue mich jeden Tag aufs Training. Und auch in meiner Freizeit sieht man mich oft mit dem Ball am Fuss», erklärt er seine Faszination für das runde Leder. Sein grösstes Vorbild ist jedoch nicht sein Bruder. Jasper ist nur eines seiner Idole. Vor allem träumt Florian von einer Karriere wie jener von Landsmann Frenkie de Jong des FC Barcelona.