Seit dem Bundesratsentscheid, dass es ab dem 11. Mai auch im Sport zu Lockerungen kommt, warten viele Mannschaftssportler/innen hoffnungsvoll auf eine Wiederaufnahme des Trainings. Doch für die FCO-Talente heisst es weiter warten. Denn mit den Einschränkungen, welche durch das Bundesamt für Sport (BASPO) und den Schweizer Fussballverband (SFV) beschlossen wurden, ist ein Trainingsbetrieb für den Stützpunkt St. Gallen noch nicht sinnvoll. «Unsere Spielerinnen und Spieler stammen aus der ganzen Ostschweiz und würden zum Training pendeln. Da die Talente grösstenteils noch minderjährig sind und die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr verboten ist, wären die Eltern gezwungen ihre Kinder zum Training zu fahren. Das können wir nicht verlangen», erklärt Ivo Sulzberger, Leiter Administration vom FCO. Dazu wäre ein Gruppentraining unter den vorgeschriebenen Auflagen nur geringfügig effizienter als ein Einzeltraining in den eigenen vier Wänden.

Einige Auflagen im Trainingsbetrieb:

• Sämtliche Vorgaben des Bundesrates inkl. der Hygienevorschriften des BAG (Social-Distancing, 2m Mindestabstand zwischen allen Personen, 10m2 pro Person, kein Körperkontakt, maximale Gruppengrösse von fünf Personen, inkl. Trainer/in) müssen eingehalten werden.

• Das Entsorgen von persönlichem Abfall auf dem Trainingsgelände ist untersagt.

• Teilnehmende am Trainingsbetrieb erscheinen in Trainingskleidern zum Training.

• Das Umziehen vor Ort ist verboten.

• Das Waschen und Reinigen der Trainingskleidung inkl. Schuhe ist Sache des Teilnehmenden.

• Getränke und Verpflegung sind durch die Teilnehmenden mitzubringen und dürfen nicht geteilt werden.

• Nach absolviertem Training ist das Duschen auf dem Trainingsgelände untersagt.

• Während und nach dem Training sind die Hände zu desinfizieren.

• Auf Rituale wie Handshakes, Abklatschen, gemeinsam feiern und jubeln wird verzichtet.

• Die An- und Abreise ist individuell zu organisieren, unter Vermeidung der Benutzung des öffentlichen Verkehrs (Anreise zu Fuss, per Fahrrad oder Auto).

• Fahrgemeinschaften sind zu unterlassen (Ausnahme bei Kindern derselben Schulklasse).

Mehr kranke als fitte Spielerinnen und Spieler

«Würde der Fall eintreten und während einem Training würde es 2 Stunden regnen. Die Spieler dürften sich nach dem Training nicht umziehen und sich aufwärmen, sondern müssten durchnässt den Heimweg antreten. Würden wir die Trainings durchziehen, hätten wir am Ende mehr kranke als fitte Spieler/innen», sagt Ivo Sulzberger vom FCO.

Dazu ist das geforderte, körperkontaktfreie Training fast gleich effizient von Zuhause aus machbar. Denn die FCO-Talente dürften weder einen Ball anfassen, noch einen Kopfball machen. Somit bleibt nur das technische Training möglich, welches auch im «Home-Training» unter spezifischen Anweisungen der Trainer gemacht werden kann.