Der Saisonstart ist den Espen geglückt. Sie gewinnen durch ein Kopfballtor von Eigengewächs Betim Fazliji mit 1:0 und holen damit den wichtigen Dreier im Heimspiel gegen den FC Sion. Die Walliser machten es den Espen aber in der ersten halben Stunde das Leben schwer und setzten sie früh unter Druck. Die Partie war kampfbetont und intensiv und es brauchte einige Pausen, um Spieler auf beiden Seiten zu pflegen. Übel erwischte es Sions Kosovaren Kabashi, der nach zehn Minuten mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste. Weil die Sittener ihren Mannschaftsarzt nicht dabei hatten, nahm sich unser Arzt Felix Buschor des Verletzten an.

VAR gibt das Tor trotzdem

Nach der Sturm-und-Drang-Phase der Gäste kamen die Ostschweizer innert weniger Minuten zu drei gefährlichen Freistössen. Den dritten zirklete Captain Jordi Quintillà herrlich in den Winkel, doch Goalie Fickentscher konnte den Ball an die Latte ablenken. Betim Fazliji reagierte am schnellsten, köpfte den Ball über die Linie - doch alle Grün-Weissen schauten mit Entsetzen zum Assistenten an der Linie, der eine Abseitsposition angezeigt hatte. Nach kurzer Rücksprache mit VAR Alein Bieri entschied Schiedsrichter Adrien Jaccottet schliesslich auf Tor.

Ruiz mit dem Pfostenknaller

Die Führung zur Halbzeit war eher glücklich. Trainer Peter Zeidler reagierte in der Halbzeitpause, schickte zur zweiten Halbzeit mit Florian Kamberi und Victor Ruiz zwei frische Offensivkräfte aufs Feld. In der 57. Minute nahm das Spiel eine Wende, als die Gäste gefährlich hintenrum spielten und Basil Stillhart einen Querpass abfangen konnte. Abdellaoui ging dem Ball nicht entgegen und konnte Stillhart nur noch mit einem Foul stoppen. Und weil der Sittener hinterster Mann war, schickte ihn Jaccottet folgerichtig vom Platz. Den fälligen Freistoss setzte Victor Ruiz dann an den Aussenpfosten.

Glück beanspruchen

Doch die numerische Überlegenheit konnten wir nicht in Tore umwandlen. Die Sittener kamen in den letzten 20 Minuten gar noch zu einigen Grosschancen. Die dicksten hatten Ndoye und Khasa in der Nachspielzeit, als sie entweder an Lawrence Ati Zigi scheiterten, oder aber den Ball um Zentimeter über das Tor schossen. Beinahe hätten sich die tapfer kämpfenden Walliser noch mit einem Punkt belohnt. (mna)