Es fehlt einfach das Quäntchen Glück. Bereits im ersten Meisterschaftsspiel erhielten die U21-Espen in der Nachspielzeit den zweiten Gegentreffer und mussten somit als Verlierer vom Platz, nun auch beim zweiten Anlauf fliegt das Leder in den letzten Spielminuten ins Netz. In der 88. Minute kann die Heimmannschaft aus Winterthur ausgleichen. Eine nächste, bittere Pille für die jungen Espen. Dennoch stimmt die kämpferische Leistung vom Team rund um Cheftrainer Brunello Iacopetta.

Kurz nach der Startviertelstunde brachte Leandro Perlaska seine Farben in Führung. Der junge Stürmer, welche diese Saison von der U18 zur U21 gestossen ist, erzielte somit seinen ersten Treffer für die zweite Mannschaft vom FCSG. Nun ist er definitiv im Erwachsenenfussball angekommen. Danach sah es lange nach einem Sieg der Ostschweizer aus, doch die letzten Minuten und Sekunden stehen bis anhin nicht auf der Seite der St. Galler.

Der Winterthurer U21-Trainer Murat Ural hat ein glückliches Händchen. In der 86. Minute wechselt er den Torschützen Zenel Hasani ein. Nicht mal ganz zwei Minuten brauchte der Mittelfeldspieler, um seinem Tea einen Punkt zu sichern.

Last-Minute-Gegentore: Ist es die Spielphilosophie?

Nun stehen statt vier Punkten nur einer zu Buche bei der U21 des FCSG. Die Anfälligkeit für Tore in den Schlussminuten hängt auch mit dem Spielstil der jungen Espen zusammen. Wie die Vorbilder aus der ersten Mannschaft, pflegen die Nachwuchsespen auf allen Ebenen die gleiche Spielphilosophie. Diejenige von Peter Zeidler – Offensiver Powerfussball. Genau dieser zerrt natürlich an den Kräften der Spieler. Jeder Ball wird attackiert, ein hohes Pressing wird durchgezogen und viele Zweikämpfe verbrauchen viel Energie. Gut möglich, dass den FCSG-Junioren kurz vor Schluss langsam die Luft ausgeht und darum noch Gegentore fallen. Dass jedoch die Spieler schon im Nachwuchs an den Fussball gewöhnt werden, der in der 1. Mannschaft gespielt wird, ist durchaus sinnvoll. Am Beispiel der Profis ist ersichtlich, dass diese fussballerische Spielphilosophie erfolgreich sein kann und den Nachwuchsspielern wird die Eingewöhnung in die erste Mannschaft erleichtert – sofern sie den Schritt ins Team von Erfolgscoach Zeidler schaffen.