Im Herrenfussball gibt es die Hoffnung noch immer, dass die Meisterschaften beendet werden können. In den kommenden Tagen wird die Swiss Football League (SFL) darüber entscheiden, ob es in der Super League und der Challenge League zu Geisterspielen kommt und somit die Saison beendet werden kann oder ob man die Meisterschaften abbricht. Keine einfache Entscheidung, da sich die Meinungen der Teams unterscheiden und die SFL vor der Herausforderung steht, alle Anliegen unter einen Hut zu bringen.

Saisonabbruch bei den Frauen

Die gleichen Entscheidungsmöglichkeiten gibt es im Frauenfussball nicht mehr. Der Saisonabbruch ist beschlossene Sache. Das sorgt bei so manchen Fussballerinnen für rote Köpfe. Nicht einmal die Nationalliga A, die höchste Frauenspielklasse der Schweiz wird fortgesetzt. Bei manchen NLA-Teams spricht man gar von Diskriminierung. „Natürlich finden wir es alle sehr schade, dass nun nicht mehr gespielt werden kann. Schaut man aber den finanziellen Aspekt an, dann ist es verständlich, dass es nicht um alles in der Welt notwendig ist, die Saison fertig zu spielen. Es ist einfach ein Fakt, dass bei den Männern mehr Geld im Spiel ist“, meint Geraldine Ess, Spielerin NLA-Frauen FC St.Gallen-Staad. Dabei spricht sie die Professionalisierung und Kommerzialisierung an, die im Herrenfussball fortgeschrittener ist. Wenige Frauen leben in der Schweiz vom Beruf als Fussballerin und die Vermarktung der Liga ist weit aus geringfügiger.

Ligaerhalt geschafft

Geraldine Ess führt weiter aus: „Ich denke auch, dass das Risiko einer Ansteckung nach wie vor vorhanden wäre und es deshalb auch gut ist, dass wir nicht spielen können. Unser Ziel in dieser Saison war es, den Ligaerhalt zu schaffen. Wir sind froh, dass wir das nun erreicht haben aber trotzdem ist es nicht so befriedigend, ein Ziel durch externe Einflüsse zu erreichen, anstatt allein durch die eigene Leistung.“

Die NLA-Frauen verblenden sich nicht mit negativen Gedanken, sondern fokussieren sich auf kommende Aufgaben. Wann und wie die Saison 2020/2021 beginnen wir ist noch unklar. Klar ist jedoch, die NLA-Frauen werden bereit sein.

 
Die NLA-Frauen: Homeworkouts für die kommende Saison.