Durch die geografische Lage des Stützpunkts Glarnerland, war es anzunehmen, dass sich einige Talente in Richtung Zürich orientieren. «Unsere Junioren sind eher selten FCSG-Fans. Die fussballerische Verbundenheit zieht sie eher zu den Zürcher Clubs oder dem FC Rapperswil-Jona», sagt Gerold Bisig, Leiter des FCO-Stützpunkt Glarnerland. Dennoch durchlaufen jährlich einige Talente die Fussballschule vom Team Glarnerland. «Der Stützpunkt hat nur ein Team, die FE12. Die talentiertesten Spieler können sich danach der FE13 vom Team Süd-Ostschweiz anschliessen. Das ist beim Stützpunkt Graubünden», erklärt der Stützpunktleiter. Dennoch ist klar, dass die Talente frei wählen können, bei welchem Team sie spielen wollen. Diese Teams sind bei ausreichendem fussballerischem Talent, der FCZ, GC oder Rapperswil-Jona.

Stammvereine stehen nicht komplett hinter dem Stützpunkt

Dem Stützpunkt Glarnerland gehören relativ wenige Stammvereine an. Stammvereine sind regionale Fussballclubs, welche die besten Talente an den Stützpunkt weitergeben sollten. Genau da tut sich das Problem auf. Die regionalen Vereine wollen nicht immer die besten Talente freiwillig abgeben. Dazu kommt, dass das Team Glarnerland zum Teil gleich mehrere Talente aus einem Verein entnimmt oder entnehmen muss, um ihr Kader stellen zu können. «Wir brauchen jährlich 16 Junioren für unsere FE12 vom Team Glarnerland. Diese müssen wir aus 70 bis 80 Junioren von den Stammvereinen zusammen suchen. So kann es sein, dass gleich drei bis vier aus einem Team entnommen werden», sagt Bisig. Somit schafft es rund jedes fünfte Talent in die regionale Auswahl beim Team Glarnerland. «Dies ist auch ein Problem von uns. Durch die geringen Auswahlmöglichkeiten, leidet teilweise die fussballerische Qualität», erklärt der Glarner.

 
Gerold Bisig über seine Tätigkeit als Stützpunktleiter im Glarnerland.