Der FCSG-Präsident Matthias Hüppi hat für seinen Verein ein Vorbild auserkoren – der SC Freiburg. Er äusserte sich einst im Teleclub-Fussball-Talk «Heimspiel» folgendermassen: «Mein Traumziel wäre es, etwas mit dem FC St.Gallen 1879 aufzubauen am Beispiel des Sportclub Freiburg.» Es ist vor allem die Kontinuität des Vereins aus dem Breisgau, die dem St. Galler Vereinsoberhaupt imponiert. Der deutsche Bundesligist setzt auf Altbewährtes, und das auch in sportlich schwierigen Situationen. Das zeigt sich beispielsweise an der Trainerfrage, die im Breisgau ungewohnt selten gestellt wird. Man glaubt an Personen und verfällt nicht in Panik, wenn es Mal nicht läuft. Der aktuelle Übungsleiter, Christian Streich, befindet sich in seiner neunten Saison im Verein. Im Sommer 2015 stieg er mit dem Team ab, doch auch dann hielt man an ihm fest. Das Vertrauen zahlte sich aus direkter Wiederaufstieg.

 
SC Freiburg U16-Trainer Julian Wiedensohler über den FCSG und die eigene Nachwuchsabteilung

Fan-Treue imponiert Hüppi

Doch das ist nicht der einzige Punkt, welcher Matthias Hüppi am SC Freiburg beeindruckt. «Die Freiburger haben eine starke Bindung zu ihrem Publikum», sagte Hüppi in der Expertenrunde von Teleclub. Er bezieht das mehrheitlich auf die Besucherzahlen im Schwarzwald-Stadion. Generell kommt es den Freiburg-Fans nicht auf den sportlichen Erfolg an, das Stadion ist fast immer voll – auch in der 2. Bundesliga. Natürlich hat der FCSG sportlich nicht die Ambitionen im hinteren Teil der Tabelle zu sein oder gar stets gegen den Abstieg zu kämpfen. Hüppi sagte dazu: «Freiburg ist auch nicht immer vorne mit dabei. Erfolg kann man mit keiner Strategie garantieren. Dennoch möchten wir die grossen in unserer Liga ärgern können.»

Ein Sieg, zwei Niederlagen

An diesem Wochenende kam es zu drei Duellen zwischen dem FCSG und dessen Vorbild SC Freiburg. Sowohl die U21, die U16 und die U15 spielten gegen ihre Pendants vom Breisgauer Bundesligisten. Das Team von Trainer Philipp Heinzer, die U15, verlor die Partie gegen den robusten Gegner aus Deutschland mit 3:5. Besser lief es der U16. Wie bereits in der Meisterschaft demonstriert, haben die Spieler auch in der Winterpause nicht vergessen, wo das Tor steht. Mit einem klaren 9:3-Erfolg setzen sich die St. Galler durch. Vom frühen 0:1 Rückstand gab sich das Team von Marco Hämmerli wenig beeindruckt und war über die volle Distanz spielbestimmend. U21-Trainer Brunello Iacopetta sagt zur 0:1-Niederlage seiner Mannschaft: «Es war ein gutes und intensives Spiel auf beiden Seiten. In der ersten Halbzeit hatten die Freiburger ein leichtes Chancenplus, die zweite Hälfte hatten wir voll unter Kontrolle. Leider ohne Torerfolg.»