Die Geschichte des Spiels gegen Chiasso ist schnell erzählt. Zuerst war der FC Wil die klar spielbestimmende Mannschaft und ging nach knapp einer halben Stunde durch Valon Fazliu auf Zuspiel von Silvio und Kwadwo Duah in Führung. Somit steht der Mittelfeldspieler nun bei 11 Toren und 13 Vorlagen – also 24 Tor-Beteiligungen in 25 Spielen. Zählt man seinen Treffer im Cupspiel gegen den FC Zürich mit, hat Fazliu bei genau jedem zweiten Wiler Treffer dieser Saison seit seiner Ankunft die Füsse im Spiel.

Kurz vor der Pause war der FC Chiasso aber in der Lage, zu einem Zwischenspurt anzusetzen, welchen Alexis Antunes zum Ausgleich nutzte. Dabei blieb es, obwohl beide Teams in einem munteren Spiel mit über 40 Abschlüssen noch zu diversen Grosschancen kamen. Es war eine leistungsgerechte Punkteteilung. Somit bleiben die Wiler gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten seit über einem Jahr ohne Sieg.

Ein Jahr nach Ankunft das Debüt

In dieser Partie gab Wils 19-jähriger Goalie Yuri-Gino Klein sein Challenge-League-Debüt. Er tat es gut und verhinderte mit mehreren Paraden eine Niederlage, wenn auch eine gewisse Nervosität nicht wegzudiskutieren war.

Er fehlte fast die komplette Saison, weil er sich bei der Schweizer U19-Nationalmannschaft die Kniescheibe gebrochen hat. Dennoch hat der junge Ostschweizer den Kopf nicht in den Sand gesteckt und weiter hart an seinem Ziel gearbeitet. Einen grossen Schritt durfte er gestern Abend nehmen.

Klein gehört nicht zu den sieben Spielern, welche der FC Wil gestern Abend verabschiedet hat. Der talentierte Goalie bleibt wohl den Äbtestädtern erhalten. Auch wenn dem 19-Jährigen mit Philipp Köhn ein weiterer Torwart vor die Nase gestellt wird, gibt er sich kämpferisch und glaubt an seine Fähigkeiten.

 
Ein zufriedener Yuri-Gino Klein nach dem Spiel beim Interview.