Bereits in Kinderschuhen drehte sich beim Stürmer des FC St.Gallen 1879 alles um Fussball. In Walenstadt war er ständig auf dem Fussballplatz zu finden. «Ich war eigentlich immer am Fussballspielen. Bis meine Mutter am Abend vom Balkon gerufen hat», sagt Boris Babic. Beide Elternteile des heutigen Fussballprofis stammen aus Serbien. Genauer aus Aleksandovac, einer kleinen Stadt mit knapp 6500 Einwohnern.

Doch für den gebürtigen Schweizer steht fest, für welche Nationalmannschaft er spielen würde – die Schweizer Nati. Es wäre ein grosser Traum von ihm. «Leider habe ich von Vladimir Petkovic noch nichts gehört. Ich warte noch darauf», fügt er lachend hinzu. Aus verschiedenen Medien wurde vermeldet, dass die serbische Nationalmannschaft an ihm interessiert sei. Doch das stimmt nicht. Boris Babic: «Das ist nicht richtig. Es gab ein Interesse vom serbischen Club Roter Stern Belgrad, aber nicht von der Nati. Aber beides ist keine Option für mich.»

«Wir wissen, woher wir kommen»

Babic will sich mit dem FCSG entwickeln und denkt noch nicht an einen Abschied. «Ich erhalte hier in St. Gallen sehr viel Liebe und Vertrauen. Mit diesem Rückhalt ist alles möglich», erklärt der Fussballprofi. Momentan scheint bei den Espen alles zu stimmen. Im Umfeld, der Vereinsführung – und nicht zu Letzt im Team. «Was wir uns hier für eine Ausgangslage in der Meisterschaft erarbeitet haben, ist super. Wir wollen nächstes Jahr unbedingt europäisch spielen. Für dieses Ziel arbeiten wir jeden Tag hart», sagt der Stürmer. Dennoch befürchten einige Zuschauer, dass das junge Team abheben könnte. Aber da kann Babic die Fans beruhigen: «Wir wissen, woher wir kommen. Viele von uns sind vergangene Saison nicht gross zum Zug gekommen. Genau aus diesem Grund sind wir so hungrig nach Erfolg. Das sehen wir täglich im Training.» Die Mentalität im Team scheint das Erfolgsrezept zu sein. Das sagt auch der ehemalige FCO-Spieler. Der Erfolg verändert die Persönlichkeiten der Spieler nicht.

Findet er seine Traumfrau auf Instagram?

Auch der 22-Jährige ist trotz der neuen Situation mit dem Stammplatz der gleiche geblieben. «Bei mir hat sich privat nichts verändert. Ich bin immer noch der Gleiche wie vergangenen Sommer», sagt Babic. Er hat zwar eine eigene Wohnung in Abtwil, geht jedoch jede Woche mehrfach zu seiner Familie nach Walenstadt. Fussball und seine Familie sind die wichtigsten Dinge in seinem Leben.

Auf die grosse Liebe wartet er allerding noch. Angesprochen, wie diese Frau sein sollte, beschreibt Babic: «Sie müsste etwas sein wie ich. Ein bisschen «loco». Für mich zählt der Charakter. Mir gefallen Frauen, mit denen ich reden und Spass haben kann. Das Aussehen ist sekundär.» Jedoch ist es nicht ganz einfach, diese Frau zu finden. Die Sportler bewegen sich nicht so oft auf Partys. «Ich denke, Instagram ist ein gutes Hilfsmittel. Oder vielleicht läuft sie mir auch im Kafi Schatz in der Shopping Arena über den Weg», hofft der Espen-Stürmer. Dort ist er fast täglich anzutreffen, mit seinem Buddy Ermedin Demirovic.

 
Boris Babic über die Bromance mit Ermedin Demirovic