Form FC Zürich

Trotz der Niederlage in Lugano hofft der FC Zürich weiterhin auf Platz 4 und die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation. Die Aussicht darauf hat er einerseits dem noch ausstehenden Nachtragspiel gegen den FC Sion am nächsten Dienstag zu verdanken. Und sicher auch ein wenig dem 4:0-Auswärtssieg gegen uns im zweiten Match seit der Wiederaufnahme der Meisterschaft, der Schub verliehen hat.

Die unfreiwillig zugeschriebene Hauptrolle der Super League hat der FCZ wieder abgegeben. Als der "Stadtclub" wegen der Quarantäne-Massnahmen mit der verstärkten U21 in Basel antrat, tat er dies lange Zeit so gut, dass kaum ein Unterschied zu bemerken war. Die zwei letzten Tore zum 0:4-Schlussstand kassierte die verjüngte FCZ-Truppe erst in der Schlussphase. Präsident Ancillo Canepa ist voller Zuversicht, dass einige der Debütanten vom St. Jakob-Park auch künftig bei den Profis zu sehen sein werden. Mit 43 eingesetzten Spielern in dieser Saison hatte der FCZ vor einer Woche seinen eigenen Liga-Rekord aus dem Jahr 1934 gebrochen.

Form FCSG gegen FC Zürich

Alle drei Spiele gegen den FC Zürich in dieser Saison gingen verloren. Die beiden Heimspiele deutlich: am 25. Juni gab es nach anfänglicher Dominanz gleich ein 0:4. Fast wie aus dem Nichts kamen die Gäste nach einem Corner zum Führungstreffer. Vincent Rüfli wurde als Eigentorschütze notiert. In der 64. Minute erhöhte Aiyegun Tosin auf 2:0 aus Sicht der Zürcher, in der Schlussphase folgten weitere Tore durch Benjamin Kololli und erneut Tosin.

Als "nicht zwingend" darf auch das 1:3 vom Hinrunden-Abschluss am 14. Dezember 2019 gesehen werden. Marco Schönbächlers früher Führungstreffer glich Jordi Quintillà durch Foulpenalty in der 28. Minute noch aus. Kurz vor dem Pausenpfiff durfte auch Antonio Marchesano vom Penaltypunkt aus erfolgreich Anlauf nehmen. In der 74. Minute schliesslich traf Tosin zum Endstand.

Im Letzigrund gab es am 14. August 2019 für den FCSG ein 1:2. Marchesano und Quintillà waren die Torschützen in der 40. und 43. Minute. Mimoun Mahi glückte in der 70. Minute das Siegtor.

Besser waren die Duelle mit dem FCZ in der Vorsaison: Da gab es zwei Heimsiege und zwei Remis im Letzigrund. Das 1:1 vom 25. Mai (Torschützen: Jérémy Guillemenot und Salim Khelifi) war jedoch für beide Clubs bitter, verpassten damit doch beide die Europa-League-Qualifikation gegenüber von Lugano und Luzern.

Der letzte Auswärtssieg gegen den FC Zürich datiert vom 18. April 2015. Goran Karanovic traf nach seiner Einwechslung doppelt zum 2:1 für die Espen, für den FCZ war zuvor Franck Etoundi erfolgreich.

Die Bilanz in 14 Auswärtsspielen (Cup mitgezählt) gegen den FCZ seit dem Herbst 2013: 3 Siege - 7 Unentschieden - 4 Niederlagen.

FCO im Einsatz

Das Spiel gegen den FC Basel am vergangenen Mittwoch hat viel Kraft gekostet. Man hat es bereits in den Schlussminuten des Spiels erkennen können, als sich die Basler ziemlich einfach durch die St. Galler Mannschaft spielen konnten und zwei weitere Treffer erzielt haben.

Um auch noch die kommenden drei Spieltage unbeschadet und voller Energie angehen zu können, kann damit gerechnet werden, dass Zeidler den einen oder anderen Wechsel vornehmen könnte.

So besteht für einige Spieler aus dem Espenkader die Möglichkeit, wieder zu Spielpraxis zu kommen. Ob es für die beiden langzeitverletzten, ehemaligen FCO-Spieler Costanzo und Lüchinger bereits soweit ist, ist wohl eher unwahrscheinlich.

Wohl eher Staubli, Kräuchi und Campos rücken wieder näher an Spielpraxis heran. Tim Staubli und Alessandro Kräuchi kommen seit dem Re-Start zu regelmässigen Auftritten in der Super League, Angelo Campos hingegen muss sich eher in Geduld üben. Morgen in Zürich bestünde die Möglichkeit, dass er doch noch zu seinem Zweiten Einsatz seit der Wiederaufnahme der Liga kommt.

Auch besteht durchaus die Möglichkeit, dass einer der arrivierten FCO-Stammspielern Hefti, Stergiou und Fazliji zu einer Pause kommen wird. Noch ist alles Zukunftsmusik. Bald erfahren wir mehr. (pd/red)